"New York Times"-Herausgeber - Sulzberger: Trumps Angriffe gefährden Journalisten"

A. G. Sulzberger

Washington. Mit seinen verbalen Angriffen auf Medienvertreter gefährdet US-Präsident Donald Trump nach Einschätzung des Herausgebers der "New York Times" die Sicherheit von Journalisten. Arthur Gregg Sulzberger erklärte am Sonntag, er habe Trump direkt gesagt, dass dessen gegen die Presse gerichtete Rhetorik "nicht nur spalterisch, sondern zunehmend gefährlich" sei. Kritische Berichterstattung über seine Politik, wie sie etwa die "New York Times" betreibt, bezeichnet Trump als "Fake News". Kritische Reporter sind für Trump "Volksfeinde".

Hintergrund von Sulzbergers Mitteilung ist ein Gespräch mit dem US-Präsidenten im Weißen Haus. Trump hatte gestern auf Twitter geschrieben, er habe "ein sehr gutes und interessantes Treffen" mit Sulzberger gehabt. Das Treffen fand am 20. Juli im Weißen Haus statt, teilten beide Seiten am Sonntag mit.

Das gelte besonders im Ausland, wo manche Regierungen Trumps Rhetorik zum Vorwand nähmen, um gegen Journalisten vorzugehen: "Ich habe davor gewarnt, dass so Leben gefährdet würden, dass es die demokratischen Ideale unserer Nation schwächt und dass es eines unserer grossartigsten Exportgüter untergräbt: ein Bekenntnis zur Meinungsfreiheit und einer freien Presse", so Sulzberger. In seinem Tweet schrieb Trump außerdem: "Wir haben lange über die große Menge von 'Fake News' geredet, die von den Medien verbreitet werden, und darüber, wie sich daraus der Begriff 'Feinde des Volks' entwickelt hat".

Diese Nachricht wurde am 29.07.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

In seiner eigenen Zusammenfassung des Treffens mit Sulzberger erwähnte Präsident Trump die Kritik Sulzbergers nicht. Die pauschalen Angriffe gegen Journalisten seien aber "schädlich für unser Land".

Sulzberger sah sich nach Trumps Tweet auch nicht mehr an die vereinbarte Vertraulichkeit gebunden und veröffentlichte ein Statement, in dem er seine Sicht auf die Dinge darlegte.

Wenn die Medien, getrieben von ihrer verrückten Trump-Hetze, interne Beratungen unserer Regierung öffentlich machen, gefährdet das tatsächlich das Leben vieler Menschen, nicht nur von Journalisten! Völlig unklar ist allerdings, worauf sich Trump mit dem letzten Satz bezieht.

Die öffentliche Erwiderung des Verlegers liess Trump nicht lange auf sich sitzen: Er legte umgehend mit mehreren Twitter-Botschaften nach.

90 Prozent der Berichterstattung über seine Regierung seien negativ, trotz der "fantastisch positiven Resultate", die erzielt würden.

Zwei Stunden später kam die Retourkutsche des 37-jährigen Verlegers, der erst im Januar die Führung des Traditionsblatts mit rund 3,5 Millionen Abonnenten übernommen hatte. Er fügte hinzu: "Ich werde nicht zulassen, dass unser großartiges Land von den Anti-Trump-Hassern in der sterbenden Zeitungsindustrie ausverkauft wird".

Trump steht mit zahlreichen weiteren US-Medien auf Kriegsfuss. Erst vor wenigen Tagen untersagte das Weiße Haus einer Journalistin des Senders CNN die Teilnahme an der Pressekonferenz mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Bevorzugte Zielscheibe für Trump sind dabei Berichterstatter des Senders CNN. Selbst der Journalist Bret Baier des Senders Fox News, der von Kritikern als Haus-und-Hof-Sender von US-Präsident Donald Trump bezeichnet wird, schrieb bei Twitter, Fox News stehe "in diesem Punkt fest hinter CNN".

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