Siemens Healthineers verdient im dritten Quartal weniger - Aktie gibt nach

Unter dem Strich verfehlte das Unternehmen dabei die Erwartungen von Branchenexperten.

Im Jahresvergleich schrumpfte das Ergebnis von Siemens Healthineers nach Steuern um zehn Prozent auf 293 Millionen Euro. Die Aktie lag am Montagvormittag zuletzt mit rund 1,7 Prozent im Minus. Bereinigt um Sondereffekte ging der Gewinn um 7 Prozent auf 334 Millionen Euro zurück. "Trotz zunehmend negativer Währungseffekte sowie der Investitionen in die Zukunft des Labordiagnostikgeschäfts bestätigen wir unsere Prognose für das laufende Geschäftsjahr", sagt Healthineers-Chef Bernd Montag zum dritten Quartal und zum Ausblick. 800 bis 1000 Geräte sollen bis Ende September ausgeliefert sein, bis Ende 2020 sollen es 7000 sein. Ende Juni waren es 560 Systeme und damit etwas mehr, als die Analysten von JPMorgan erwartet hatten. Von der Auslieferung dauert es den Angaben zufolge derzeit drei bis vier Monate, bis die ersten Umsätze erzielt werden können. Wachstumstreiber war das Geschäft mit der Bilddiagnostik wie Ultraschallgeräten und Magnetresonanztomographen (MRT), das auf vergleichbarer Basis um 8 Prozent zulegte. Mitte März hatte Siemens seine Tochter mit einem Ausgabepreis von 28 Euro an die Börse gebracht - seitdem war es mit zwischenzeitlichen Rücksetzern sukzessive bergauf gegangen. Die Umsätze in der bildgebenden Diagnostik seien besser als erwartet ausgefallen, schrieb David Adlington von JPMorgan. Der Umsatz soll 2017/18 ohne Währungseffekte um drei bis vier Prozent wachsen. Nach drei Quartalen liege sie knapp unter 17 Prozent, sagte Schmitz.

Für Zinszahlungen stellte das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr 20 Millionen Euro ein - zusätzlich zu den bereits prognostizierten 140 bis 170 Millionen Euro.

Ergebnisbelastungen für Siemens Healthineers gab es unter anderem von den Entwicklungen bei Währungskursen und durch eine geringere Profitabilität im Diagnostics Segment.

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