Sorge vor US-Sanktionen: Türkische Lira rauscht auf nächstes Rekordtief

Amerikanische Pastor Andrew Brunson

Der Fall hat die Beziehungen zwischen Ankara und Washington in den vergangenen Monaten zunehmend belastet. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump setzt nun ihre Drohung Richtung Ankara um und verhängt Sanktionen gegen die Türkei. Betroffen seien Justizminister Abdulhamit Gül und Innenminister Süleyman Soylu, sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders, am Mittwoch in Washington.

"Beide haben führende Rollen bei der Inhaftierung und Festnahme von Pastor Brunson gespielt".

Durch die Sanktionen werden die Vermögen der Minister in den USA eingefroren, außerdem dürfen US-Bürger keine Geschäfte mit ihnen abschließen. Erdogan warf den USA eine "evangelikale, zionistische Mentalität" vor. Neben der Menschenrechtslage in der Türkei sind das vor allem die Weigerung der US-Regierung, Gülen auszuliefern, sowie die US-Militärhilfe für die syrischen Kurden. Präsident Recep Tayyip Erdogan schlug vergangenes Jahr jedoch vor, Brunson gegen den in den USA im Exil lebenden Gülen auszutauschen. Er war Pastor an einer Kirche in der Küstenmetropole Izmir, als er im Oktober 2016 - wenige Monate nach dem Putschversuch in der Türkei - festgenommen wurde. Da hatte ein türkisches Gericht die Untersuchungshaft des US-Pastors in Hausarrest umgewandelt. Die Staatsanwaltschaft fordert dafür bis zu 35 Jahre Haft.

Brunson war vergangene Woche nach fast zwei Jahren Haft überraschend aus einem türkischen Gefängnis entlassen worden, wurde aber unter Hausarrest gestellt.

Der protestantische Pfarrer wird verdächtigt, Verbindungen zu kurdischen Rebellen und einem Netzwerk des muslimischen Geistlichen Fethullah Gülen unterhalten zu haben, den die türkische Staatsführung für den Putschversuch von 2016 verantwortlich gemacht hat. Festgehalten wird er damit weiterhin. "Anstatt Respekt vor einer Gerichtsentscheidung zu zeigen", brächten die USA das Thema Sanktionen auf, sagte Erdogan demnach. US-Außenminister Mike Pompeo kritisierte dies als "nicht ausreichend". "Dieser unschuldige Mann des Glaubens sollte freigelassen werden, und es sollte ihm erlaubt werden, in die Vereinigten Staaten von Amerika zurückzukehren". Im Streit um Brunson hat die türkische Regierung immer wieder auf die Unabhängigkeit der Justiz in dem Land verwiesen, die Experten in Zweifel ziehen. Es gebe keine glaubwürdigen Beweise gegen den Pastor.

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