Facebook meldet neue Manipulationsversuche vor US-Wahlen

Facebook schloss mehr als 30 Nutzerkonten

Laut Facebook wurden anders als im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 die Spuren diesmal besser verwischt. Deshalb wolle man bisher keine Angaben zu möglichen Hintermännern der Aktion machen - auch wenn einige Verbindungen zur IRA festgestellt worden seien.

"Es wird deutlich, dass diejenigen, die hinter diesen Accounts stecken, einen größeren Aufwand betrieben haben, ihre wahre Identität zu verbergen, als es die IRA getan hat", schreibt Facebook. Nach Angaben von Facebook hätten die neuen Aktivitäten deutlich nach Ende des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs begonnen, im März 2017.

Wenige Monate vor den US-Kongresswahlen im Herbst hat Facebook eine Reihe von Seiten gelöscht, bei denen es sich offenbar um gefälschte Accounts handelte. Die Gruppe habe zwischen April 2017 und Juni 2018 etwa 150 Anzeigen für rund 11.000 Dollar bei Facebook geschaltet.

Zu der koordinierten Fake-Kampagne habe auch der Aufruf zu einer angeblichen Demonstration gegen Rechts kommende Woche in Washington gehört, teilte Facebook mit.

Das Problem mit der für den 10. August angesetzten Demonstration in Washington ist, dass die Administratoren der gefälschten Facebook-Seiten dem Online-Netzwerk zufolge auch Betreiber von fünf rechtmäßigen Seiten dazu gebracht haben, Informationen darüber zu verbreiten. Bei Protesten dagegen waren eine 32-Jährige getötet und mehrere Menschen verletzt worden, als ein Rechtsextremist sein Auto in eine Gruppe Gegendemonstranten steuerte.

Inzwischen ist bei Facebook eine neue Event-Seite zur Gegendemo online. Unter dem Titel "No Unite The Right 2 - DC" hatten Tausende Facebook-Nutzer ihr Interesse an der Veranstaltung bekundet, mehr als 600 wollten kommen. Die Verantwortlichen bei dem Netzwerk versuchten angesichts von Wertverlusten der Facebook-Aktie an der Börse "so auszusehen, als ob sie etwas zu Russland unternehmen". Die IRA kontrollierte vor den US-Präsidentschaftswahlen 2016 zahlreiche Facebook-Konten, die zur Wählerbeeinflussung genutzt worden sein sollen. Die US-Justiz hat gegen zwölf Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU Anklage wegen Cyber-Angriffen erhoben. Der russische Präsident Wladimir Putin weist die Vorwürfe zurück.

Die Entdeckung der Betrugs-Seiten ist umso relevanter, da in den USA im November Kongresswahlen anstehen - und die Behörden auf keinen Fall eine Wiederholung der Manipulation im Wahlkampf 2016 zulassen wollen.

Facebook steht seit der US-Präsidentschaftswahl in der Kritik, nicht genügend gegen die gezielte Verbreitung von Falschinformationen zu tun. Deswegen verschärfte das Online-Netzwerk im vergangenen Jahr massiv die Sicherheitsvorkehrungen.

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