Leichtathletik: Schweizer Sprinter nach rassistischen Facebook-Posts von EM ausgeschlossen

Pascal Mancini wird nicht an der Leichtathletik Europameisterschaften in Berlin starten können.  Bild KEYSTONE

"Der Zentralvorstand ist der Ansicht, dass die Verfehlungen des Athleten in Verbindung mit seiner bekannten Gesinnung nicht zu tolerieren sind". Damit ist der Fribourger auch von der EM ausgeschlossen.

Der Schweizer Verband, der nichts von den Postings wusste, hat nach eingehender Prüfung festgestellt, dass Mancini gegen die Vereinbarung verstossen hat. Der 29-jährige Freiburger hat Schlagzeilen produziert, weil er auf seinem Facebook-Profil streitbare Beiträge mit rechtsextremem Gedankengut verbreitet hatte.

Mancini war am Sonntag als Einzel- und Staffelläufer festgelegt worden, die Situation nach einem Rückkommensantrag der Geschäftsleitung aber neu beurteilt worden.

Nach Bekanntwerden des Missbrauchs der öffentlichen Facebook-Seite, befasste sich nicht mehr der Selektionsausschuss, sondern der Zentralvorstand des Verbandes mit dem Fall.

Nach den letzten Zuwiderhandlungen reagierte nun Swiss Athletics.

Es ist nicht das erste Mal, dass Mancini mit rechtsextremen Gesten und Äußerungen auffällt. Vielmehr macht er die Medien für das Ganze verantwortlich. Auf Facebook schreibt er unter anderem: "Eine Chance weniger für das Schweizer Team auf eine Medaille". Ich suche keine Konfrontation, aber ich habe keine Angst davor. "Sie werden nie das brennende Feuer der Wahrheit auslöschen, das in mir brennt", schrieb er in den sozialen Medien.

In der NZZ gab sich Mancini in einem Interview zuvor wenig einsichtig. Angeblich will er nicht gewusst haben, wen er auf seiner Fansite zitierte. Fehler habe er keine gemacht. "Wäre ich ein Rassist, würde ich es sagen".

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