Russland: Pussy-Riot-Flitzer nach Arrest-Entlassung wieder verhaftet

Vier Aktivisten der russischen Punkband Pussy Riot sind nur wenige Minuten nach ihrer Entlassung aus zweiwöchiger Haft erneut festgenommen worden.

Die vier festgenommenen WM-Flitzer von Pussy Riot sind überraschend aus dem Polizeigewahrsam frei gekommen. Polizisten hätten die Aktivisten abgeführt, als sie die Gefängnisse in der russischen Hauptstadt verließen, teilte Pussy Riot mit. Ihnen würden weitere Arreststrafen von zehn Tagen oder hohe Geldbußen drohen. Vor dem Ausgang der Haftanstalt in Moskau führte die Polizei drei der gerade freigelassenen Musikerinnen ab. Ein vierter Aktivist, das aus einer anderen Haftanstalt entlassen wurde, wurde nach eigenen Angaben ebenfalls umgehend wieder festgenommen.

Nachdem Veronika Nikulschina, Olga Kuratscheva, Olga Pachtusowa und Pjotr Wersilow beim Endspiel der Fußball-WM Mitte Juli in Polizeiuniformen auf das Feld gerannt waren, wurden sie wegen Regelverstoßes bei einer Veranstaltung zu 15 Tagen Arrest verurteilt.

Nach der neuerlichen Festnahme veröffentlichte Pachtusowa auf Facebook Aufnahmen aus dem Inneren des Polizeitransporters. Die Polizei habe ihnen unmittelbar nach der Haftentlassung vorgeworfen, gegen Versammlungsgesetze verstoßen zu haben, betonte sie: "Sie haben uns sonst nichts gesagt, sie haben uns einfach in den Transporter gesetzt und weggefahren". Mit der Aktion forderten die Aktivisten Meinungsfreiheit in Russland und der Freilassung politischer Gefangener.

Pussy Riot ist vor allem bekannt für eine Protestaktion 2012 in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale: Dort hatte die Gruppe ein "Punk-Gebet" aufgeführt, in dem sie Putin offen kritisierte. Bei Jekaterina Samuzewitsch wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt, Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Alechina waren nach 22 Monaten freigekommen.

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