USA verhängen Sanktionen gegen die Türkei

Anadolu Agency via Getty Images            
                    US-Pastors Andrew Brunson wird von zwei Zivilpolizisten zum Hausarrest geführt

Im Streit um die Strafverfolgung des US-Pastors Andrew Brunson in der Türkei haben die USA Sanktionen gegen zwei türkische Minister verhängt.

Die türkische Justiz wirft dem protestantischen Geistlichen Spionage sowie Unterstützung der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und der Gülen-Bewegung vor. Gülen lebt im Exil in den USA. Trump und sein Vize Mike Pence dringen seit langem auf die Freilassung des Pfarrers, der vor seiner Festnahme in der westtürkischen Küstenstadt Izmir zwei Jahrzehnte lang eine kleine Kirche betrieb. Vergangene Woche wandelte ein Gericht die Untersuchungshaft wegen gesundheitlicher Probleme Brunsons in Hausarrest um. Der türkische Präsident Erdogan fordert von den USA, Gülen auszuliefern - und deutete vor Monaten an, ihn gegen den US-Pastor tauschen zu wollen. Er sagte dem Sender Fox News in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview, die USA seien darauf vorbereitet, bis zur endgültigen Freilassung von Brunson Sanktionen gegen die Türkei zu verhängen. Ankara macht Gülens Bewegung für den gescheiterten Militärputsch vom Juli 2016 verantwortlich und geht mit aller Härte gegen ihre Anhänger vor. Vor Sanktionsdrohungen des US-Präsidenten Donald Trump werde sein Land nicht zurückweichen, sagte Erdogan einem Bericht der Zeitung "Habertürk" (Onlineausgabe) vom Sonntag zufolge vor türkischen Journalisten. Festgehalten wird er damit weiterhin. Pence, der wie Brunson ein gläubiger evangelikaler Christ ist, bezeichnete ihn zudem als "Opfer religiöser Verfolgung". Erdogan fordert von den USA dessen Auslieferung.

US-Vizepräsident Pence hatte am Samstag gesagt, Hausarrest für Brunson sei "nicht gut genug".

"Ich habe mit Pastor Brunson und seiner Frau gesprochen - sein Glaube wird ihm helfen, dass durchzustehen". "Dieser unschuldige Mann des Glaubens sollte freigelassen werden, und es sollte ihm erlaubt werden, in die Vereinigten Staaten von Amerika zurückzukehren".

Im Streit um den Pastor hat die türkische Regierung immer wieder auf die Unabhängigkeit der Justiz in dem Land verwiesen.

Erdogan wies nach Angaben von "Habertürk" Gerüchte über etwaige Absprachen zu Brunson zurück.

Trump hatte bereits im vergangenen April auf Twitter kritisiert, Brunson werde in der Türkei "ohne Grund" verfolgt. Am vergangenen Dienstag hatte er mit "großen Sanktionen gegen die Türkei" gedroht.

Zwischen der Bundesregierung und der Regierung in Ankara war im vergangenen Jahr eine Krise um die Inhaftierung deutscher Staatsbürger eskaliert.

Schon vor Verhängung der US-Sanktionen hatte deren Androhung die türkische Landeswährung Lira am Mittwoch auf weitere Rekordtiefstände geschickt.

Der US-Dollar stieg zur Lira in der Spitze bis auf den historischen Höchststand von 4,9985 Lira. Der Euro-Kurs kletterte auf einen Rekordwert bei 5,8323 Lira. Beide Währungen legten zur Lira damit um über ein Prozent zu. Sollte sich das Verhältnis zwischen den USA und der Türkei ähnlich entwickeln, könnte das die bereits angeschlagene türkische Wirtschaft hart treffen.

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