USA verhängen wegen Pastor Sanktionen gegen zwei türkische Minister

Sanktionen verhängt: Trump macht jetzt gegen Erdogan ernst

US-Präsident Trump macht seine Drohung wahr: Im Streit um den in der Türkei lange inhaftierten US-Pastor Andrew Brunson verhängt seine Regierung Sanktionen gegen zwei türkische Minister. Die Reaktion aus Ankara folgt prompt.

Die Türkei hat die US-Sanktionen gegen zwei ihrer Minister scharf verurteilt und Gegensanktionen angedroht. Demnach betrifft es die Minister für Justiz und Inneres, Abdulhamit Gül und Süleyman Soylu. Das sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses am Mittwoch in Washington.

Die US-Regierung beharrt darauf, dass Brunson - gegen den in der Türkei Terrorvorwürfe erhoben wurden - unschuldig ist. "Wir sehen keine Beweise dafür, dass Pastor Brunson irgendetwas falsch gemacht hat", sagte Sanders.

Bereits letzte Woche hatte US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit weitreichenden Sanktionen gedroht, sollte Brunson nicht freigelassen werden.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor Brunson eine "evangelikale, zionistische Mentalität" vorgeworfen.

Ankara verweist in dem Fall immer wieder auf die Unabhängigkeit der Justiz, doch schlug Erdogan vergangenes Jahr vor, Brunson gegen den in den USA im Exil lebenden Gülen auszutauschen. Pence und Trump reagierten wütend auf die Entscheidung und drohten der Türkei mit schmerzhaften Sanktionen, wenn sie Brunson nicht freilasse. Er war Pastor an einer Kirche in der Küstenmetropole Izmir, als er wenige Monate nach dem Putschversuch vom Juli 2016 in der Türkei festgenommen wurde. Hintergrund schienen zunächst Visumprobleme zu sein, nach US-Angaben sollte Brunson ausgewiesen werden. Im Dezember verhängte ein Gericht dann aber wegen Terrorvorwürfen Untersuchungshaft gegen den 50-Jährigen.

Brunson ist seit Oktober 2016 unter dem Vorwurf der Spionage und der Unterstützung der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen in Haft. Dass Brunson weiterhin festgehalten werde, "ist schlicht inakzeptabel", sagte Finanzminister Steven Mnuchin. Im vergangenen September hatte Erdogan einen möglichen Austausch Brunsons gegen Gülen angedeutet.

US-Vizepräsident Mike Pence hatte am Samstag gesagt, Hausarrest für Brunson sei "nicht gut genug". Es gebe keine glaubwürdigen Beweise gegen den Pastor.

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