Veröffentlichung von Waffenplänen für 3D-Drucker gestoppt

Ärger in den USA um Pistolen aus dem 3D-Drucker

Das Bundesgericht in Seattle reagierte damit am Dienstag auf eine Klage von acht Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington, die einen ursprünglich ab Mittwoch geplanten Zugang zu entsprechenden Konstruktionsplänen verhindern wollten. Für den 10. August wurde eine Anhörung angesetzt. Weiter hieß es in dem Schreiben, die Bedingungen des Vergleichs seien "zutiefst gefährlich und könnten eine beispiellose Auswirkung auf die öffentliche Sicherheit haben". Die Organisation Everyday Gun Safety - die schärfere Waffengesetze befürwortet - warnte, die Erlaubnis für Wilson ermögliche Terroristen, verurteilten Straftätern und anderen Verbrechern, Pläne herunterzuladen und bar jeder Kontrolle ihre eigenen Schusswaffen zu drucken.

In der Klage heißt es, die Vereinbarung sei "hochgefährlich". Die Einigung "schafft eine unmittelbare Bedrohung für die Öffentliche Sicherheit".

Der Generalstaatsanwalt hatte zugleich Klage gegen die Regierung von US-Präsident Donald Trump erhoben.

Der Klage schlossen sich demokratische Generalstaatsanwälte in den Staaten Massachusetts, Connecticut, New Jersey, Pennsylvania, Oregon, Maryland, New York sowie dem Hauptstadtbezirk Washington D.C.an. Der Anwalt der Organisation Defense Distributed hatte das Gericht in Seattle erfolglos aufgefordert, den Antrag auf einstweilige Verfügung "in seiner Gesamtheit" abzulehnen. Trumps Regierung hatte im Juni einen Vergleich mit einer texanischen Organisation namens Defense Distributed geschlossen, dieser wurde damit die Veröffentlichung von Waffenplänen für 3D-Drucker im Internet gestattet. Die Organisation aus Texas hat angekündigt, die Pläne von diesem Mittwoch an zum Herunterladen anzubieten.

Bereits am Dienstag wurden Pläne für eine weitgehend aus Plastik bestehende Pistole vom Typ "Liberator" online gestellt.

Über 5000 Nutzer luden die Daten für den 3D-Druck der einzelnen "Liberator"-Teile und die Anleitung für den Zusammenbau der Waffe herunter". Nach der Verfügung zeigte die Download-Seite eine Fehlermeldung an.

"Die Waffen aus dem 3D-Drucker - Pistolen und Gewehre - funktionieren ebenso wie reguläre Schusswaffen, da sie aber nicht industriell gefertigt werden, besitzen sie keine Seriennummern".

Er habe darüber auch schon mit der einflussreichen Waffenlobby NRA gesprochen, teilte Trump mit. Er hatte bereits 2013 Pläne für eine Waffe aus dem 3D-Drucker veröffentlicht: Der "Liberator" ("Befreier") ist eine einschüssige Pistole fast ganz aus Plastik, die von Metalldetektoren kaum erkannt und mangels Seriennummer nicht zurückverfolgt werden kann (mehr dazu in dieser Visual Story des SPIEGEL). Die Generalstaatsanwälte von 20 US-Bundesstaaten und des Hauptstadtdistrikts Washington schickten am Montag (Ortszeit) wegen des Vergleichs einen Brandbrief an Justizminister Jeff Sessions und Außenminister Mike Pompeo. Das Außenministerium untersagte ihm das wenige Tage später mit Verweis auf Exportkontrollgesetze.

Wilson ging unterdessen in die Offensive. Im Juni schloss die US-Regierung dann überraschend den außergerichtlichen Vergleich mit Wilson.

2018 ist dies am 1. August der Fall - so früh wie noch nie.

Related:

Comments

Latest news

Naomi Campbell: Mit 48 Jahren zum ersten Mal schwanger?
Rapper Skepta, der mit bürgerlichem Namen Joseph Junior Adenuga heißt, teilte gestern ein Ultraschallbild auf Instagram. Demnach müsste bereits ein deutlicher Babybauch bei Campbell zu sehen sein.

Gesundheitsprobleme - So ungesund leben die Deutschen
Sie untersuchten die körperliche Aktivität, das Essverhalten, Stressempfinden und den Zigaretten- wie Alkoholkonsum der Deutschen. Als positive Entwicklung ermittelte die Studie, dass immer mehr Menschen auf das Rauchen verzichten - mittlerweile 79 Prozent.

Veronica Ferres spricht über Hirnhautentzündung: "War dem Tod sehr nahe"
Danach musste ich demütigst wieder sprechen und gehen lernen". " Ich war dem Tod sehr nahe ", sagte Ferres. Nun spricht die Schauspielerin das erste Mal über ihre Nahtod-Erfahrung.

So finden Sie die besten Casinos mit Bonus und ohne Einzahlung
Dabei wird lediglich ein gewisser Betrag auf dem Kundenkonto gutgeschrieben und dem Neukunden zur freien Verfügung gestellt. Der Neukunde erhält die Möglichkeit, eine gewisse Anzahl von Spielen ohne den Einsatz von eigenem Geld auszuprobieren.

Glücksspielverhalten und Gewinn der Casinos
Besonders positiv: Jugendliche spielen auch immer weniger – 2015 „zockten“ 14,6 Prozent, 2013 noch 15,8 Prozent. Circa 0,8 Prozent der Befragten haben ein echtes Problem mit ihrem Spielverhalten und sollten sich professionelle Hilfe suchen.

Other news