Handelsstreit - Trump droht China mit höheren Strafzöllen

Handelsstreit: China droht den USA mit Vergeltung

Chinas Regierung hatte Trump zuvor vor einer weiteren Verschärfung des Konfliktes gewarnt und mit Gegenmaßnahmen gedroht. China reagierte ebenfalls mit Zöllen auf US-Produkte im gleichen Umfang. Ein Zollsatz von 25 Prozent würde wohl dazu führen, dass chinesische Produkte aus dem Markt gedrängt würden und stattdessen Waren aus anderen Ländern gekauft würden, sagte Derek Scissors, Chinaexperte beim American Enterprise Institute in Washington.

Washington/Peking (dpa) - US-Präsident Donald Trump droht China im Handelskonflikt mit einer neuen Eskalation. Trotz massiver gegenseitiger Vorwürfe und angedrohter Vergeltung für Importzölle haben beide Seiten immer wieder durchblicken lassen, dass sie versuchen wollen, die Probleme über Verhandlungen zu lösen.

Die Antwort aus Washington ließ nicht lange auf sich warten: Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow sagte im US-Fernsehen, China sollte Trumps "Entschlossenheit", die Handelspraktiken zu ändern, besser "nicht unterschätzen".

In Kürze könnten zusätzlich 25-prozentige US-Zölle auf chinesische Waren im Wert von weiteren 16 Milliarden US-Dollar folgen.

Sollten die amerikanischen Strafzölle tatsächlich in Kraft treten, wäre zusammen mit bereits verhängten Sonderabgaben etwa die Hälfte der chinesischen Ausfuhren in die USA betroffen.

Die USA fordern aber vielmehr chinesisches Entgegenkommen. "Bedauerlicherweise hat China, statt das schädliche Verhalten zu ändern, illegal Vergeltung gegen US-Arbeiter, Landwirte, Viehzüchter und Geschäftsmänner geübt".

Washington veröffentlicht eine Liste mit industriellen Hightech-Produkten aus China, die mit Zöllen im Wert von 50 Mrd.

Die USA seien höchst abhängig von Importen aus China, besonders für Konsumgüter und Industrieteile, sagte Liang Ming, Direktor des Forschungszentrums für Außenhandel der Chinesischen Akademie für Internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit, welche mit dem Außenministerium verbunden ist. Der größte US-Autobauer beantragte, mit seinem in China produzierten SUV-Modell Buick Envision von den neuen Zöllen auf Produkte aus dem Reich der Mitte ausgenommen zu werden.

Peking äußert "starke Unzufriedenheit" über die Entscheidung und fügt hinzu, dass sie "das globale Handelsumfeld verschärft".

Zudem gelten Zölle auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren, die Trump mit der nationalen Sicherheit begründet hat. China leitet eine Untersuchung ein und wendet "Antisubventionsmaßnahmen" gegen Sorghum-Hirse aus den USA in Höhe von 1,1 Mrd. Dazu wurde eine Liste mit 5207 Waren an Importen aus den USA vorgelegt.

Chinas staatliche Medien reagieren: Eine solche Untersuchung werde die Beziehung zwischen den beiden Ländern "vergiften". Chinas Regierung protestierte scharf.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer untersucht, ob es unlautere chinesische Handelspraktiken insbesondere mit Blick auf den Diebstahl geistigen Eigentums in den USA gibt.

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