Auch der Audi-Konzern hat am WLTP-Prüfzyklus zu leiden

Die Verantwortlichen erwarten im zweiten Halbjahr 2018 neue Herausforderungen

Der Artikel "Auch der Audi-Konzern hat am WLTP-Prüfzyklus zu leiden" wurde am 03.08.2018 in der Kategorie News von ampnet mit den Stichwörtern Audi, erstes Halbjahr, News, veröffentlicht. Nach einem Anstieg der Auslieferungen an Kunden um 4,5 Prozent im ersten Halbjahr werden sich in der zweiten Jahreshälfte die Umstellung auf den WLTP-Prüfzyklus sowie der umfassendste Umbau des Modellportfolios der Audi-Geschichte verstärkt belastend auswirken. Die Verkäufe legten um 4,5 Prozent auf 943.000 Autos zu, der Umsatz stieg auf 31,2 Milliarden Euro. Anders als die meisten Wettbewerber haben Audi und der VW-Konzern bisher nur einen kleinen Teil der Modellpalette nach der neuen Norm zertifiziert bekommen.

Im laufenden dritten Quartal startet in den ersten Märkten der Generationswechsel für den Audi A6, das meistverkaufte Oberklasse-Modell. Zudem plant Audi mit einem Markthochlauf bei A7 und A8. Der operative Gewinn kletterte um 3,0 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Das Abschlussquartal 2018 wird im Zeichen des Marktstarts der Serienversion des vollelektrischen Audi e-tron-Prototypen stehen und vom An- und Auslaufmanagement im Kompaktsegment geprägt sein. Die dort erwirtschafteten Ergebnisanteile fließen in das Finanzergebnis mit ein.

Der deutlich gestiegene Netto-Cashflow des Audi-Konzerns belief sich in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 2672 Mio.

Zur robusten finanziellen Verfassung der AUDI AG trägt zunehmend die konsequente Umsetzung des unternehmensweiten Transformationsplans bei. Das am Jahresanfang aufgelegte Maßnahmenprogramm soll bis 2022 positive Ergebniseffekte von insgesamt 10 Mrd. Euro realisieren. Zur Jahresmitte hat das Unternehmen im Rahmen des Transformationsplans bereits erste Maßnahmen mit positiver Wirkung auf das operative Ergebnis im Gesamtjahr von mehr als 0,5 Mrd.

Bei geschärfter Ausgabendisziplin betrug die Forschungs- und Entwicklungskostenquote im ersten Halbjahr 6,5 (2017: 6,9) Prozent der Umsatzerlöse; die Sachinvestitionsquote lag bei 3,4 (2017: 3,9) Prozent. Auch zum Thema WLTP äußert er sich: "Die Homologation bindet aktuell viele Kapazitäten und führt zu Engpässen im Angebot für unsere Kunden, die einen Großteil des zweiten Halbjahres 2018 andauern werden". Wie im Geschäftsbericht angekündigt, erwartet das Unternehmen dabei deutliche unterjährige Schwankungen bei Produktion, Lagerbeständen und Auslieferungen sowie in den Finanzkennzahlen. Bei der Umstellung auf den WLTP-Standard sei Audi noch nicht fertig, einige Modelle sind vorübergehend nicht lieferbar.

Im Gesamtjahr will Audi bei den Auslieferungen das eigene Niveau aus dem Vorjahr erreichen, rechnet also mit Einbußen in den kommenden Monaten. Für die Forschungs- und Entwicklungskostenquote erwartet das Unternehmen einen Wert leicht oberhalb des langfristigen Zielkorridors von 6,0 bis 6,5 Prozent. Die operative Umsatzrendite blieb mit 8,9 Prozent exakt gleich. Die Sachinvestitionsquote soll dieses Jahr leicht über dem Zielkorridor von 5,0 bis 5,5 Prozent liegen.

Related:

Comments

Latest news

Jan Ullrich und Til Schweiger: Handgemenge auf Mallorca - Radstar in Haft | Stars
Es der traurige Tiefpunkt im Leben einer Sportlegende und es bleibt die Hoffnung, dass er das Ruder noch einmal herumreißen kann. Er selbst gestand im Juni der Illustrierten "Bunte", dass er angeschlagen sei: "Mein Herz ist gebrochen, mein Knie ist kaputt".

Melania Trump unterstützt LeBron James im Streit mit ihrem Mann Donald Trump
Dieser hatte Trump kürzlich vorgeworfen, den Sport zu missbrauchen, um die Bevölkerung zu spalten und Vorbehalte zu schüren. Nachdem US-Präsdient Donald Trump Basketballprofi LeBron James beleidigt hat, erfährt dieser eine breite Unterstützung.

Drei Tote auf Lombok:Starkes Erdbeben erschüttert Indonesien
Erdbeben kommen in Indonesien wegen der Lage des Landes im pazifischen "Feuerring" vor, eine Formation aus Vulkanen. Nur eine Woche nach dem schweren Erdbeben auf Lombok hatte es auf der indonesischen Insel erneut heftig gebebt.

Cavusoglu: "Konstruktiver" Dialog im Fall Brunson - Politik
Es wurde spekuliert, dass die Türkei im Gegenzug verlangte, dass ein in den USA inhaftierter türkischer Banker freigelassen werde. Die US-Regierung hat laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg eine Liste von Sanktionen gegen die Türkei vorbereitet.

Ryanair-Piloten streiken kommende Woche Freitag erneut
Sie hat Ryanair eine "allerletzte Frist" bis Montag eingeräumt, um "doch noch" ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Die britische Pilotengewerkschaft Balpa sieht die Verhandlungen mit dem Ryanair-Management in eine Sackgasse laufen.

Other news