Flugzeugabsturz in der Schweiz: Alle Insassen der Junkers Ju-52 sind tot

Junkers Ju 52

Die Maschinen der Ju-Air werden oft für Alpen-Rundflüge gebucht. 1995 kam eine solche Maschine aber auf dem Landweg nach Schaffhausen: Per Schwertransporter wurde eine Ju-52 von Deutschland nach Dübendorf zur Restauration gefahren - die Reise führte damals auch über die Feuerthaler Rheinbrücke. Dazu kommen drei Besatzungsmitglieder aus den Kantonen Thurgau und Zürich. Der Absturz ereignete sich kurz vor 17 Uhr an der Westflanke des Piz Segnas. Sie hat vom Militärflughafen Dübendorf aus - etwa zehn Kilometer nordöstlich von Zürich - seitdem nach eigenen Angaben mehr als 14.000 Passagiere geflogen. "Grundsätzlich ist Hitze mit einer Verdünnung der Luft verbunden", sagte er. "Uns waren keine technischen Probleme bekannt", sagte Waldmeier.

Menschliches Versagen hält der Gründer des Vereins ebenfalls für unwahrscheinlich, da sowohl der 62-jährige Pilot als auch der 63-jährige Copilot mehr als 30 Jahre Erfahrung bei der Luftwaffe und in der Zivilluftfahrt hatten. Der Flugbetriebt ist bis auf weiteres eingestellt.

Schweizer Medien zitierten Flugexperten mit Spekulationen, dass die Hitze bei den Unglücken eine Rolle gespielt haben könnte.

Ju-Air ist ein Verein von Freunden der schweizerischen Luftwaffe (VFL), der 1981 die drei ausgemusterten Maschinen übernommen hatte.

"Das Flugzeug ist nahezu senkrecht und mit relativ hoher Geschwindigkeit auf den Boden geprallt", sagte Daniel Knecht von der schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle, die Verkehrsunfälle untersucht.

Flugzeugabsturz in der Schweiz

Die Dübendorfer Fluggesellschaft JU-AIR schrieb am Samstagabend in einer Mitteilung: "Wir haben die traurige Pflicht, darüber zu informieren, dass am Samstagnachmittag, 4. August 2018, eine Ju-52 der JU-AIR im Kanton Graubünden verunfallt ist". Erfahrene Piloten könnten damit aber umgehen. Die Gruppe kannte sich vorher nicht. Die Maschine war nach Angaben von Waldmeier mehr als 10.000 Stunden geflogen. Die im deutschen Dessau gebaute Unglücksmaschine war Baujahr 1939 und damit 79 Jahre alt. Ansonsten sei nichts auszuschliessen, sagte Knecht. "Das Alter einer Maschine steht in keinem Zusammenhang mit der Gefährlichkeit (eines Fluges)", sagte Knecht.

Nach Knechts Angaben können nach ersten Untersuchungen Fremdeinwirkung von außen oder der Zusammenstoß mit einem Kabel oder anderem Hindernis ausgeschlossen werden. Nach Angaben von Ju-Air wurde die Maschine wegen ihres hohen Alters alle 35 Flugstunden gewartet - zuletzt erst Ende Juli. Dadurch kann eine Maschine beispielsweise weniger hoch fliegen.

Gerade wegen des hohen Alters sei das Flugzeug regelmäßig gewartet worden und habe sich in einem technisch einwandfreien Zustand befunden, sagte Waldmeier. "Wie es zu diesem Unglück kam, können wir uns nicht erklären".

Bereits am Samstagmorgen verunglückte ein Flugzeug in der Schweiz: In Hergiswil NW sind bei einem Flugzeugabsturz vier Menschen ums Leben gekommen.

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