Apple und Spotify entfernen Verschwörungs-Podcast

Brüllen gegen das Establishment Warum Alex Jones von seinem Netz Bann profitieren könnte

Innerhalb weniger Stunden verschwanden die Konten von Alex Jones und infowars.com bei Apple, Facebook, YouTube und Spotify. Immer mehr Online-Plattformen haben die umstrittenen Botschaften von US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones aus dem Angebot genommen.

Zudem nutze Jones eine entmenschlichende Sprache, um Transgender, Muslime und Immigranten zu beschreiben.

Der 44-jährige Texaner Jones betreibt die Internetseite "Infowars", auf der er zahlreiche Verschwörungstheorien verbreitet: Er behauptet unter anderem, dass die US-Regierung in die Anschläge vom 11. September 2001 verwickelt war und dass das Schulattentat an der Sandy-Hook-Schule 2012 vorgetäuscht war, um eine Verschärfung des Waffenrechts durchzusetzen.

Im Jahr 2015 interviewte Jones den heutigen US-Präsidenten Donald Trump und wurde von diesem für seine Arbeit gelobt.

"Infowars"-Shows wie "War Room" und die "Alex Jones Show" waren bisher zwar nicht direkt von Apple in iTunes angeboten worden, aber Apple hatte sie in seinen Suchindex aufgenommen". Als Grund nannte Apple Verstöße gegen seine Richtlinien zu Hassrede. Facebook hat am Montag bekannt gegeben, dass es vier Seiten von Jones entfernt hat, sodass er dort keine neuen Inhalte anbieten kann.

"Apple duldet keine Hassrede" "Apple duldet keine Hassrede, und wir haben klare Richtlinien, an die sich Urheber und Entwickler halten müssen, um sicherzustellen, dass wir eine sichere Umgebung für alle unsere Benutzer bieten", sagte ein Apple-Sprecher dem Portal Buzzfeed. "Podcasts, die gegen diese Richtlinien verstoßen, werden aus unserem Verzeichnis entfernt, so dass sie nicht mehr durchsuchbar oder zum Download oder Streaming verfügbar sind. Wir präsentieren gerne verschiedene Ansichten, solange alle, die eine andere Meinung haben, respektiert werden".

Facebook hatte zunächst das persönliche Profil von Jones für 30 Tage gesperrt und ebenso wie YouTube einige Videos seiner Show gelöscht.

Auf Twitter bezeichnete Jones die Sperrungen als Zensur und fragt, wer hier nun gegen Tyrannei stünde und für Meinungsfreiheit.

Jones verurteilte das Vorgehen als "aufeinander abgestimmte Aktion in Kommunisten-Manier". Unterstützung bekam er von anderen ultrakonservativen und rechtsgerichteten Internetportalen wie "Breitbart".

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