Deutsche Telekom hebt Gewinnerwartungen für Gesamtjahr leicht an

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom Timotheus Höttges

Die Deutsche Telekom hat auch im zweiten Quartal den starken Euro zu spüren bekommen.

Der freie Cashflow, eine von Analysten stark beachtete Zahl zur Messung der Finanzkraft, lag zum Ende des zweiten Quartals mit rund 1,514 Milliarden Euro um 16,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Umsatz ging um 2,8 Prozent auf 18,4 Milliarden Euro zurück, der US-Dollar war im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent schwächer. Die bereinigte Ebitda-Marge stieg um 1,1 Prozentpunkte auf nun 39,9 Prozent, was im Branchendurchschnitt ein guter Wert ist.

Insgesamt sprach die Telekom davon, dass sich in Deutschland der "konsequente Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur" auszahle.

Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA, mit dem die operative Ertragskraft gemessen wird, war um 0,3 Prozent auf 5,93 Milliarden Euro rückläufig.

Weil die US-Sparte weiter bei Umsatz und Gewinn wächst, erhöhte die Telekom ihre Ergebnisprognose für 2018 im laufenden Geschäft erneut leicht um 100 Millionen Euro auf 23,4 Milliarden Euro. Hier hatte die Konsensschätzung auf 1,487 Milliarden Euro gelautet.

Hier belastete vor allem die Einigung im jahrelangen Rechtsstreit mit dem Bund über den Betrieb des Mautsystems Toll Collect. Die Prognose klammert Währungseffekte aus und basiert auf den durchschnittlichen Wechselkursen von 2017. Aufgrund der positiven Ergebnisse aus den USA erwartet der Konzern nun rund 23,4 Milliarden Euro, statt bisher 23,2 Milliarden Euro zum Jahresanfang. Dazu zählt die Telekom nicht nur direkte Haus- und Endkundenanschlüsse per Glasfaser (FTTH), sondern auch per Glasfaser bis zum Kabelverzweiger auf der Straße (FTTC) angebundene VDSL- und Vectoring-Anschlüsse. Die Telekom musste zwar 550 Millionen Euro zahlen, damit ist das Kapitel aber abgeschlossen.

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