Moskau wirft USA Zerstörung der russischen Wirtschaft vor

Veröffentlichte Beweise für eine russische Beteiligung am Nowitschok Attentat in Großbritannien blieben Briten und USA bisher schuldig

Nach dem Giftanschlag auf Skripal und seine Tochter hatten sich mehrere europäische Staaten und die USA an die Seite Großbritanniens gestellt und die größte Ausweisungswelle russischer Diplomaten seit dem Kalten Krieg angeordnet.

Das US-Außenministerium verkündete am Mittwoch dennoch neue Sanktionen gegen Russland. Das Außenministerium teilte mit, die Strafmaßnahmen würden in rund zwei Wochen in Kraft treten.

Welche Produkte genau betroffen sind, blieb zunächst unklar.

Grundlage sei die Feststellung, dass die russische Regierung "chemische oder biologische Waffen" eingesetzt habe. Sollte Russland nicht innerhalb von 90 Tagen nach Inkrafttreten der Strafmaßnahmen beweisen können, dass es keine chemischen Waffen mehr einsetze, könnten weitere Sanktionen erlassen werden.

Der russische Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März dieses Jahres auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Die britische Regierung macht Russland für den Anschlag verantwortlich. Nowitschok wurde in der früheren Sowjetunion entwickelt, später experimentierten aber auch andere Länder damit.

Rund 25 Staaten sowie die Nato hatten als Konsequenz aus dem Fall insgesamt mehr als 140 russische Diplomaten des Landes verwiesen.

Alleine die USA hatten 60 Russen zu "unerwünschten Personen" erklärt und sie ausgewiesen. Dazu zählt unter anderem das Verbot, bestimmte Güter und Technologien dorthin zu exportieren. Die Bundesregierung hatte vier Diplomaten ausgewiesen.

Die beiden wichtigsten Indizes der Börse in Moskau, der RTS und der Moex, starteten im Minus und gaben zu Handelsbeginn um 3,2 Prozent beziehungsweise 1,16 Prozent nach.Auslöser für den Mini-Crash: Die Fronten zwischen Washington und Moskau scheinen sich plötzlich zu verhärten ... US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich in US-Wahlen eingemischt zu haben und weiter einzumischen.

Die Ankündigung kam zu einem etwas überraschenden Zeitpunkt, hatte es doch bei beim Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit Russlands Präsident Wladimir Putin im Juli in Helsinki Anzeichen für eine Verbesserung der Beziehungen gegeben. Zuvor waren auf dieser gesetzlichen Grundlage demnach nur Sanktionen gegen Syrien und gegen Nordkorea verhängt worden.

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