Ryanair-Streik: Flugausfälle im Norden

Ryanair-Mitarbeiter haben bereits an mehreren Standorten die Arbeit niedergelegt

Die Österreicher setzen derzeit zehn durch die Iren betriebene Boeing 737-800 ab Deutschland und der Schweiz ein.

Am Freitag müssen sich nun auch Deutsche Passagiere des Billigfliegers Ryanair auf Flugausfälle und -verspätungen einstellen.

So hatte Ryanair nach harten Streiks im vergangenen Monat angekündigt, Flugzeuge und Piloten aus Irland nach Polen zu verlagern. Die Airline hat für den 10. August europaweit rund 400 Flüge abgesagt, von denen 250 auf Deutschland entfallen. Betroffen sind alle Verbindungen, die in dieser Zeit aus Deutschland abfliegen sollen. Die Piloten in Baden-Baden werden sich nach Angaben von Ryanair als einzige nicht an dem Ausstand beteiligen.

Ryanair verkündete, dass die betroffenen Passagiere am Mittwoch vor 15 Uhr informiert wurden. Sie können kostenlos umbuchen oder sich ihren Flug erstatten lassen.

Wie eine Umfrage des britischen Meinungsforschungsinstituts Yougov kürzlich zeigte, leidet das Image von Ryanair durch den Streit.

Ende Juni hatte die Gewerkschaft VC mit den Vorbereitungen für einen möglichen Streik begonnen, nachdem sie mehr als ein halbes Jahr lang ohne nennenswerte Fortschritte mit der Airline verhandelt hatte. Die Pilotengewerkschaft Cockpit beklagte hingegen fehlende Bewegung in den seit Januar laufenden Tarifgesprächen. Ihr Präsident Martin Locher warf der Fluggesellschaft vor, eine Lösung am Verhandlungstisch zu blockieren und für die Eskalation allein die Verantwortung zu tragen. Lediglich die bestehenden Bedingungen sei Ryanair bereit festzuschreiben. "Aus unserer Sicht war das nur eine Zusammenfassung der bisherigen Positionen". Die Piloten wollen damit bessere Arbeitsbedingungen erreichen. Damit handelt es sich um den größten Pilotenstreik in Ryanair-Geschichte. Dazu müssen jeweils nationale Tarifverträge abgeschlossen werden, die Gewerkschaften koordinieren sich aber untereinander.

Während die Piloten beklagen, sie würden weniger als bei TUIfly erhalten, erklärte Ryanair, die Piloten würden bereits deutlich besser bezahlt als bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings oder beim norwegischen Billigflieger Norwegian.

Die Vereinigung Cockpit schloss weitere Streiks nicht aus. "Die können dann auch durchaus mal spontaner erfolgen", erklärte Schumacher.

Streiken Piloten, haben Reisende keinen Anspruch auf Entschädigung bei Ausfällen oder Verspätungen ihrer Flüge von mehr als drei Stunden. Das ist unter anderem am Ryanair-Sitz in Irland gesetzlich vorgeschrieben. Ihre Bezahlung gilt im Branchenvergleich als unterdurchschnittlich - was Ryanair allerdings bestreitet. Ein erster Warnstreik der deutschen Piloten kurz vor Weihnachten hatte allerdings nicht zu Flugausfällen geführt. Spätestens dann sollen alle direkt bei dem Billigflieger angestellt sein, wie Bellew sagte. Vor zwei Wochen hatten streikende Flugbegleiter in Spanien, Portugal und Belgien Ryanair gezwungen, innerhalb von zwei Tagen rund 600 Flüge mit zusammen 100.000 betroffenen Passagieren abzusagen. Er rechne nicht damit, dass es in Deutschland auch zu Streiks des Kabinenpersonals komme, sagte Bellew zu Reuters.

Related:

Comments

Latest news

Statt "Man Of Steel 2"? "Supergirl"-Film in Arbeit"
Für den Kinofilm gäbe es aber eine neue Darstellerin, da die beiden Universen unabhängig voneinander sind. Nach Man of Steel schafft die Cousine des DC-Helden den Sprung auf die Kinoleinwand.

Hamburg: Dreijähriger stürzt aus Fenster im dritten Stock
In der Wohnung im dritten Stock des Wohnhauses versorgte ein Kriseninterventionsteam den Vater des Dreijährigen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen haben Beamte der Mordkommission die weiteren Ermittlungen übernommen.

Größter Brand der Geschichte:Feuer in Kalifornien breiten sich rapide aus
US-Präsident Donald Trump hatte das Ausmaß der jüngsten Brände in Kalifornien den "schlechten Umweltgesetzen" zugeschrieben. Bereits im vergangenen Jahr hatte es in Kalifornien aussergewöhnlich schwere Wald- und Buschbrände gegeben.

Klimaforscher warnen vor einer längeren Heißzeit
Es könnte also schwieriger werden als bisher angenommen, die globale Erwärmung bei 1,5 bis zwei Grad Celsius sicher zu stoppen. Der Meeresspiegel würde dann um zehn bis 60 Meter ansteigen, wie das internationale Forscherteam in einem Artikel diskutiert.

Offene Worte von Boris' Ex - Lilly Becker: "Ich bin bipolar"
Sie beschreibt den Zustand so: "An einem Tag bin ich superglücklich, am nächsten Tag liege ich jammernd auf der Couch. Ihrer Meinung nach ist es "dann besser aufzuhören und die Freundschaft zu retten". "Das höre ich ständig".

Other news