Ist Salz gar nicht so schädlich wie behauptet?

Laugenbrötchen

Wer viel Salz isst, erhöht früher oder später seinen Blutdruck.

Salz im Essen verlängert gemäss Forschern das Leben. Oder etwa doch nicht? Jetzt zeigt sich: Salz ist doch nicht so schlecht, wie zunächst gedacht. Dies berichtet das Forscherteam um Andrew Mente und Salim Yusuf von der McMaster University im kanadischen Hamilton im Ärztemagazin "The Lancet". Ein zu geringer Salzkonsum erhöhe demnach das Herzinfarktrisiko und somit die Sterblichkeitsrate. Eine aktuelle Studie aus Kanada widerspricht dem nun zumindest teilweise. Die Ergebnisse müsse man ernst nehmen, handle es sich doch um eine "sehr sorgfältige Studie, an der es sehr wenig zu kritisieren gibt", sagte Franz Messerli, Professor für Medizin an der Universitätsklinik für Kardiologie am Inselspital Bern, gegenüber "ORF.at". Menschen in Ländern mit einem viel höherem als dem empfohlenen Salzkonsum, zum Beispiel Hong Kong oder der Schweiz, hätten die höchste Lebenserwartung, sagt der Bluthochdruck-Experte Messerli. "Sollte man Patienten mit koronaren Herzerkrankungen nicht viel eher motivieren, den Salzkonsum zu erhöhen?" kommentiert er. Eine ausgewogene Aufnahme von Salz sei folglich gut für die Gesundheit.

Die Fachgruppe "Salz und Gesundheit" publizierte vor vier Jahren im Auftrag der Schweizerischen Herzstiftung ein Positionspapier zum Thema Salzkonsum.

Zu Beginn der Studie waren sämtliche Probanden gesund, und litten nicht an Herz-Kreislauf-Krankheiten. Um den Salzkonsum der Testpersonen festzustellen, massen die Forscher ihren Blutdruck und bestimmten den Natrium- und Kaliumgehalt im Urin. In diesem Zeitraum verstarben 3700 Personen. Bei zu tiefem Salzkonsum stieg das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall dagegen geringfügig an.

Aus der Analyse der Daten folgern die Forscher zudem, dass ein Konsum von unter fünf Gramm Salz pro Tag das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sogar ebenfalls erhöht. Unabhängig vom Salzkonsum senkte Kalium alle drei Risiken. Kalium kommt hauptsächlich in Früchten, Nüssen und Gemüse vor.

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