Eurokurs steigt über 1,16 US-Dollar - Trump-Kritik an Fed Devisen

Donald Trump kritisiert Zinspolitik US-Notenbank

Doch US-Präsident Donald Trump macht dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung und sorgte für Turbulenzen an den Finanzmärkten - dabei vor allem am Devisenmarkt. Trumps Worte kommen einem Tabubruch nahe: Bislang sind US-Spitzenpolitiker stets davor zurückgeschreckt, auch nur den Anschein zu erwecken, sich in die geldpolitische Zuständigkeit der Fed einmischen zu wollen.

US-Präsident Donald Trump hat Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelsstreit mit China gedämpft. Trump soll gesagt haben, er hätte Powell in der Erwartung nominiert, dass er ein Mann des billigen Geldes sei. Stattdessen habe Powell die Leitzinsen immer weiter angehoben.

Die Notenbank verfolgt eine Politik der moderaten Zinsanhebungen, um nach der Nullzinsphase nach der Finanzkrise wieder auf Normalniveau zu gelangen. Ihr Leitsatz verharrt bereits seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. An den Börsen wird mit weiteren Schritten in diesem Jahr gerechnet, weil die amerikanische Wirtschaft heiß läuft. Trump fürchtet womöglich, dass die Fiskalpolitik der Fed das Wirtschaftswachstum abwürgt - und versucht nun öffentlich Einfluss auf deren Geldpolitik zu nehmen. Die schrittweise Vorgehensweise soll Schocks durch abrupte Zinsschritte vermeiden.

In einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters hatte Trump zuvor den Kurs des Fed-Chefs Jerome Powell kritisiert. "Nein, ich bin nicht begeistert". Diese Aussagen kann man als eine Aufforderung sehen, die ohnehin starke Konjunktur in den USA über eine lockere Geldpolitik weiter anzuheizen.

Bereits Ende Juli attackierte Trump die Fed und beschuldigte sie, den Dollar zu stark werden zu lassen. Diese ist laut US-Verfassung unabhängig, nicht an Weisungen der Regierung gebunden, sondern lediglich dem amerikanischen Volk und dem Kongress verantwortlich.

Der Präsident der regionalen Notenbank von Atlanta, Raphael Bostic, hat die Unabhängigkeit der US-Notenbank gegen Einflussnahme aus der Politik verteidigt. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters kritisierte er die Notenbank und die in seinen Augen zu schnelle Straffung der Geldpolitik. TRUMPS KRITIK KÖNNTE FED LANGFRISTIG UNTER DRUCK SETZEN Trumps Äußerungen kommen kurz vor der jährlichen Konferenz der weltweit wichtigsten Notenbanker, die sich ab Freitag in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming treffen. Die Inflation ist so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr und die Arbeitslosigkeit so gering wie seit rund 20 Jahren. Er werde der Türkei nicht entgegenkommen, um eine Freilassung des dort festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson zu erwirken.

Trump sagte, seiner Meinung nach habe er mit Erdogan eine Abmachung gehabt.

Die US-Währung schwächte sich im Vergleich zu anderen Devisen am Dienstag deutlich ab und notierte so schwach wie zuletzt vor knapp zwei Wochen. Der Kurs des Euro stieg bis Dienstagmittag auf 1,1537 Dollar - gegenüber 1,1482 Dollar am Montagabend. "Die Fed dürfte im September und im Dezember jeweils ihre Zinsen wie signalisiert anheben".

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