Kehrtwende: Warum Tesla nun doch an der Börse bleibt

Nach Netz-Lachern Tesla Chef Elon Musk löscht Insta-Profil

Jetzt hat er es sich doch anders überlegt.

Vor zweieinhalb Wochen versetzte Tesla-Chef Elon Musk (47) mit einem Tweet die Aktionäre in helle Aufregung, als er twitterte, sein Unternehmen von der Börse nehmen zu wollen. "Finanzierung gesichert", fügte Musk hinzu. Das hatte grossen Wirbel ausgelöst und die US-Börsenaufsicht SEC auf den Plan gerufen. Musk räumte später ein, dass eine Finanzierungszusage aus Saudi-Arabien noch nicht ganz in trockenen Tüchern sei - obwohl er diesen Eindruck Ende Juli gewonnen habe.

Obwohl die Mehrheit der Aktionäre, mit denen er gesprochen habe, Tesla auch nach einem Börsenabschied die Treue versichert habe, sei bei ihm als Botschaft angekommen "bitte tun Sie das nicht", erläuterte Musk.

Dennoch schrieb Musk, nach Gesprächen mit Investoren sei offenkundig, dass die meisten Anteilseigner glaubten, Tesla sei besser dran als börsennotierte Aktiengesellschaft. Zahlreiche Anteilseigner hätten ihm von einem Börsenabschied abgeraten. Aber nun sei klar, dass der Plan sogar noch mehr Zeit und Anstrengungen gekostet hätte als ursprünglich angenommen. Man wolle sich stattdessen voll auf die Produktion des Elektroautos Model 3 konzentrieren und darauf, Tesla profitabel zu machen. Der günstigere Model 3 soll der Firma breitere Käuferschichten erschließen. Der Anlauf der Produktion war jedoch schwierig, und die Zielmarke von 5000 Autos pro Woche wurde im Sommer mit einem halben Jahr Verspätung erreicht. Das wiederum hätte die Ziele mit dem neuen Tesla Modell 3 in Gefahr gebracht. Er habe dem Verwaltungsrat mitgeteilt, dass es für Tesla "besser ist, an der Börse zu bleiben", schreibt Musk in einer am Freitag (Ortszeit) auf der Twitter-Seite des Unternehmens veröffentlichten Mitteilung. "Der Vorstand signalisierte, dass er zustimmen würde".

Der US-Elektroautobauer Tesla bleibt an der Börse. Bei vielen Investmentunternehmen gibt es jedoch Einschränkungen für solche Beteiligungen - auf die sie ihn auch hingewiesen hätten.

Die US-Börsenaufsicht SEC geht inzwischen in dem Zusammenhang mit dem umstrittenen Musk-Tweet dem Verdacht nach, dass Informationspflichten verletzt wurden. Sie fokussiert sich unter anderem darauf, ob Musks Angaben zu den Plänen korrekt waren und forderte laut Medienberichten Informationen von allen Verwaltungsräten an. Der zwischenzeitige Kursanstieg hatte den Anlegern, die auf einen Niedergang von Tesla und damit auf einen sinkenden Kurs wetten, Verluste in Milliardenhöhe beschert.

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