"Manager Magazin": Siemens-Umbau kann 20.000 Stellen kosten

Siemens-Konzernchef Joe Kaeser

Im Zuge des neuerlichen Umbaus könnten 20 000 Arbeitsplätze überflüssig werden, sagte Kaeser auf seiner Roadshow Anfang August in Einzelgesprächen mit mehreren Investoren.

Die Zahl soll der Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser hinter verschlossenen Türen in Gesprächen mit Investoren genannt haben, nachdem er zuvor auf einer dreistündigen Analysten- und Pressekonferenz am 2. August auch auf Nachfragen jeglichen Details ausgewichen war.

Der bevorstehende Job-Abbau beziehe sich ausschließlich auf sämtliche zentralen Funktionen weltweit, nicht auf Mitarbeiter in den Werken, heißt es in dem Magazinbericht weiter. Wie viele Mitarbeiter die Sparten brauchen, können diese künftig dank vergrößerter Entscheidungsspielräume selbst entscheiden. Der Bericht des "manager magazin" über den möglichen Abbau von bis zu 20.000 Stellen im Rahmen der Umstrukturierung entbehre jeder Grundlage, erklärte ein Unternehmenssprecher. Ein Siemens-Sprecher wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Bei der Vorstellung des Programms war noch berichtet worden, dass kein neuerliches Personalabbau-Programm mit der Strategie "Vision 2020+" verbunden sei. Darüber hinaus soll in Unterstützungsfunktionen die Effizienz in den nächsten Jahren um mehr als 20 Prozent gesteigert werden. Dienstleistungs-Bereiche wie die IT oder die Immobiliensparte sollen 10 bis 20 Prozent effizienter arbeiten. Wie es dann aber zu den gewünschten Kostensenkungen kommt, durch welche die Marge des Konzerns um bis zu zwei Prozentpunkte steigen soll, bleibt abzuwarten. Daraus ergebe sich ein Einsparvolumen von 1,7 Milliarden Euro.

Der Siemens-Beauftragte der IG Metall, Hagen Reimer, glaubt nicht an einen größeren Stellenabbau: "Wir haben die Zusage des Vorstands, dass die neue Strategie kein verkapptes Abbauprogramm ist", sagt er Reuters. Insgesamt beschäftigt Siemens auf der ganzen Welt ungefähr 376.000 Menschen.

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