Alexander Gerst: Riss in Sojus-Kapsel an der ISS

Eine Sojus Kapsel nähert sich der Raumstation ISS

Zu den sechs Astronauten an Bord der ISS zählt seit Juni 2018 auch der deutsche Esa-Astronaut Alexander Gerst.

Im Livestream von der ISS war nach Angaben von Zuschauern im Laufe des Donnerstag zu hören, dass den Astronauten genug Luft für 18 Tage bliebe, wenn die Leckrate sich nicht verändere. Experten suchen nun nach der Ursache - auch Materialprobleme kommen in Frage. Er hatte einen Druckabfall in der Raumstation ausgelöst, die in rund 400 Kilometern Höhe die Erde umrundet. Nach ersten Untersuchungen gehe man davon aus, dass ein Mikrometeorit die Kapsel getroffen hat, sagte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin russischen Medien. Der Vorfall sei für die Besatzung ungefährlich gewesen, erklärte Roskomsos. Durch ein etwa 1,5 Millimeter großes Leck sei es zu einem Druckabfall gekommen, bestätigte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos.

Da keine akute Gefahr bestand, ließ man die Astronauten weiterschlafen, informierte sie jedoch sofort über das Leck, nachdem sie aufgewacht waren.

Der deutsche Raumfahrtexperte Ulrich Walter zweifelt jedoch daran, dass ein Meteorit den Schaden an der Kapsel verursacht hat. Risse oder Löcher könnten auch durch mechanische Beanspruchung im All entstehen.

Seiner Ansicht nach reicht die bisherige Abdichtung nicht aus, um den Riss dauerhaft zu schliessen. "Ein Lappen ist ja nicht ganz luftdicht". "Der hält zwar den großen Luftstrom ab, aber ein bisschen lecken wird er trotzdem". Weitere Reparaturarbeiten seien deshalb dringend notwendig. Wenn das Leck abgedichtet wurde, will man auch nach weiteren suchen. Ein Außeneinsatz sei nicht erforderlich, neue Abdeckungen würden aber geprüft.

"Gestern hat sich wieder gezeigt, wofür unser Notfalltraining gut ist", twitterte Gerst. Gemeinsam mit der Crew und den Raumfahrtbehörden auf der Erde habe man das kleine Leck schnell finden und verschließen können.

Die Raumfahrer werden vor ihrem Einsatz wochenlang trainiert und auf mögliche Unfälle minuziös vorbereitet.

Lecks und Risse an der Außenwand der ISS sind nicht ungewöhnlich.

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