Michael Jackson - Premiere von "Beat It!": Party für den "King of Pop"

Michael_Jackson_2009

Über seinen Münchner Anwalt Martin Diesbach klagt der Nachlassverwalter, die "Estate of Michael Jackson", auf Unterlassung. Zwei Sänger verkörpern die musikalischen Phasen des 2009 gestorbenen Popstars. In Sin City findet für den verstorbenen Musiker zu Ehren eine besondere Michael Jackson One by Cirque du Soleil Show im Mandalay Bay mit anschließender Diamond Birthday Party statt. Und das mit einer Leidenschaft und Präzision, dass die Besucher nie das Gefühl haben müssen, einem Betrug oder nur einem billigen Abklatsch aufzusitzen. So legte er auch einen Moondance hin, der Begeisterungsstürme auslöste. Die zerstörerische Kraft geht hörbar in den Beat seiner Lieder ein. Die eingeschobenen Dialoge und Pointen erweisen sich oft als Rohrkrepierer. Der aufreizende Griff in den Schritt oder die lasziv von hinten ins Gesicht geschobene Hutkrempe sind nur zwei pantomimische Gesten, die er kultiviert hat. Zu kurz kommen leider die pantomimischen Gebärden, die Michael Jackson als sein Markenzeichen kultiviert hat. Jackson, der vielseitige Perfektionist, der Sänger und Tänzer, Songwriter und Marketing-Innovator, zelebrierte R&B-Groove und Funk so ultimativ wie Discokracher, dramatische Kunstlieder so eindringlich wie pathetische Hymnen.

"Beat it!" ist eine Show. Fans auf allen fünf Kontinenten waren begeistert und sogar der damalige US-Präsident Ronald Reagan empfing den Ausnahme-Künstler 1984 im Weißen Haus und nannte Jackson in einer Rede ein Vorbild für jüngere Generationen. Auf eine gewisse Weise fühle er sich sogar mit dem King of Pop verbunden: "Da gibt es eine Seite an ihm, die ich sehr verstehen kann". Als androgyne Schönheit entwickelte er eigene Stereotype und funkte erotische Signale in alle Richtungen. Mit dem Script wurde die Pulitzer-Preisträgerin Lynn Nottage beauftragt. Die deutsche Produktion "Beat it!" soll, wenn es nicht vom Gericht untersagt wird, nach sechs Vorstellungen in Berlin bis Mai 2019 durch Deutschland, Österreich und die Schweiz auf Tournee gehen. Dessen Geschäftsführer und "Beat It!"-Produzent Oliver Forster gibt sich am Mittwoch nach der Premiere zuversichtlich: "Wie haben ein Zeichen gesetzt".

Die Nachricht von seinem Tod schockierte die Welt: Im Juni 2009 starb Michael Jackson im Alter von 50 Jahren. Und er setzt am Mittwochabend noch einen drauf: "Ich glaube, das war eine der besten Michael-Shows, die ich je gesehen habe". Bei "Beat it!" sei das nicht der Fall, sagte Forster.

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