Polizei rückt in besetzten Hambacher Forst vor

Aktivisten im Hambacher Forst Teilweise leben die Umweltschützer seit Jahren in den Baumhäusern. Die Polizei will bei ihrem Einsatz nicht gegen die Protestler vorgehen

Ab Oktober 2018 sollen weitere Rodungen von RWE durchgeführt werden.

Der Streit im Braunkohlerevier Hambacher Forst spitzt sich zu: Mit einem großen Aufgebot ist die Polizei in Teile des Waldes vorgerückt. Zudem wurden zwei Frauen festgenommen, bei denen Gegenstände zum Bau von Zwillen und Geschossen gefunden wurden.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wollten Mitarbeiter des Energiekonzerns RWE damit beginnen, Hindernisse am Waldboden wegzuräumen.

Polizisten durchsuchen die Zelte der Aktivisten im Hambacher Forst.

Gegen die Abholzung des Waldes im Rheinland gibt es unter dem Stichwort "Hambi bleibt" seit langem heftige Proteste von Besetzern vor Ort, die sich auch gegen die Braunkohle insgesamt richten.

Mehrere Hundert Polizisten seien im Einsatz, berichtete ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur.

Das Energieunternehmen RWE Power will für den Braunkohleabbau mehr als 100 der verbliebenen 200 Hektar Wald abholzen. Die Zahl der Rodungsgegner ließ sich zunächst nicht feststellen. Der Abriss von Baumhäusern, die von Rodungsgegnern teils seit Jahren bewohnt werden, sei nicht geplant, teilte die Polizei über Twitter mit. Darüber hinaus fordert ein breites Bündnis von Natur- und Klimaschützern einen Rodungsstopp, solange die bundesweite Kohlekommission in Berlin miteinander im Gespräch ist. Die Polizei hatte diese Maßnahme damit begründet, dass aus dem Wald heraus Straftaten verübt würden. Polizeisprecher Paul Kemen sagte: "Einzelne Bäume können gefällt werden, wenn sonst der Bagger nicht durchkommt". Ein altes Auto sei als Barrikade einbetoniert gewesen. RWE sei Eigentümer des Hambacher Forstes und habe das Recht, den Wald zu roden. "Wir wissen's nicht genau, aber wenn der Tag dann kommt, dann muss die Polizei eben dafür sorgen, dass dieses Recht durchgesetzt werden kann". "Die Polizei versucht, die komplette Bewegung zu kriminalisieren und zu diffamieren", sagte Emil Freytag von der "Aktion Unterholz".

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