Das sagt US-Präsident Donald Trump zum Enthüllungsbuch von Bob Woodward

Enthüllung- Weißes Haus vor einem

Dass mehrfache Interview-Anfragen des Journalisten unbeantwortet blieben, bedauert der Präsident wortreich - und schiebt die Verantwortung dafür seinem Pressestab zu.

US-Präsident Donald Trump und Journalist Bob Woodward (r.) telefonieren nach der Veröffentlichung des "Fear"-Manuskripts miteinander".

Das berichtete die "Washington Post", die vorab eine Kopie des Buches erhalten hatte, am Dienstag. Das Buch sei widerlegt, twitterte Trump, beide widersprächen den behaupteten Zitaten, Woodward sei ein Agent der Demokraten und man möge das Timing vor den Wahlen beachten.

Das Weisse Haus bemüht sich um Schadensbegrenzung und sprach pauschal von Lügengeschichten.

Das Weiße Haus hat die Darstellungen des Pulitzer-Preisträger Bob Woodward in dessen neuem Enthüllungsbuch über die Regierung von Präsident Donald Trump scharf zurückgewiesen.

Der Umgang zwischen den Mitarbeitern sei zutiefst respektlos.

Mattis habe dem Präsidenten zugesichert, er werde sich darum kümmern. "Wir werden viel maßvoller sein". Auf Twitter schrieb er, die Mattis und etwa auch seinem Stabschef John Kelly zugeschriebenen Aussagen seien Schwindeleien, die die Öffentlichkeit täuschen sollten. "Es ist nur ein weiteres schlechtes Buch", sagte er der konservativen Online-Webseite "Daily Caller". "Sie wissen, dass ich Ihnen gegenüber sehr offen eingestellt bin", sagt Trump demnach im Gespräch mit Woodward. "Wir machen das, um den Dritten Weltkrieg zu vermeiden", klärte ihn Verteidigungsminister Jim Mattis daraufhin auf.

Auch Verteidigungsminister James Mattis stritt ab, Trump mit einem "Fünft- oder Sechstklässler" verglichen zu haben. Woodward hatte sich ausgiebig mit Mitarbeitern des Weißen Hauses unterhalten.

Trumps ehemaliger Wirtschaftsberater Gary Cohn soll gegenüber dem Journalisten erklärt haben, dass es dabei um die "nationale Sicherheit" ging. Trump habe das Fehlen des Schreibens noch nicht einmal bemerkt.

Woodward berichtet auch über die Verzweiflung im Weißen Haus über Trumps Twitter-Arien. Trump trennte sich im Juli 2017 von Priebus, ihm folgte Kelly nach. Auch Mattis entgegnete, solche "verächtlichen" Worte nie über Trump geäussert zu haben: "Obwohl ich normalerweise gerne (Bücher des Genres) Fiction lese, ist das eine unverwechselbare Washingtoner Literaturmarke, und seine (Woodwards) anonyme Quellen geben ihm keine Glaubwürdigkeit".

Doch Woodward hatte auch Senator Lindsey Graham eingeschaltet, mit dem Trump regelmäßig Golf spielt. Er habe Trump nie einen Idioten genannt, ließ Kelly verbreiten, und benutzte dafür ein Statement, das er bereits im Mai abgegeben hatte. Es ist zwecklos, ihn von irgendeiner Sache überzeugen zu wollen. "Er ist entgleist. Wir sind in Crazytown".

Woodwards Buch ist ein weiteres Enthüllungsbuch über die Trump-Regierung. Der Präsident ist außerdem in der sogenannten "Russland-Affäre" weiterhin unter Druck.

Woodward zitiert in seinem Buch auch Stabschef John Kelly, der im Kreis von Mitarbeitern über den Präsidenten gesagt haben soll: "Er ist ein Idiot". Mattis habe zunächst zugestimmt, dann aber "gemäßigtere" Schritte eingeleitet. "Ist es nicht eine Schande, dass jemand einen Artikel oder Buch schreiben kann, in dem ein Bild von einer Person gezeichnet wird, welches das exakte Gegenteil ist von der Wahrheit?", schreibt Trump.

Eine andere Dimension haben die Beschreibungen Woodwards, die zeigen, wofür Trumps wichtigste Leute ihn politisch halten: für ein Sicherheitsrisiko.

Im Frühjahr 2017 wies Trump seinen damaligen Stabssekretär Rob Porter an, den Austritt der USA aus dem Freihandelsabkommen Nafta auszuarbeiten. Im vergangenen Monat hatte die frühere Mitarbeiterin des Weißen Hauses, Omarosa Manigault Newman, Zweifel an dessen geistiger Gesundheit durchblicken lassen.

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