EU fordert von Netflix Quote für europäische Produktionen

Film Filme Kinofilme Klappe	Bildquelle CC0  Joshua_Willson

Eine Quote für europäische Produktionen: Das sieht laut Variety ein Entwurf einer neuen EU-Richtiline vor, die Streaming-Dienste wie Amazon Prime Video und Netflix betreffen würde. Jetzt plant die EU-Kommission ein neues Gesetz, das allen in der EU tätigen Streaming-Anbietern vorschreibt, in ihrem Filmkatalog mindestens 30 Prozent nationale Produktionen anzubieten. Nach Angabe des Leiters der Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien der Europäischen Kommission, Roberto Viola, sollen mit den neuen Regelungen die Sichtbarkeit und Bekanntheit europäischer Produktionen gefördert werden. Damit das Gesetz in Kraft treten kann, muss im Dezember noch die Schlussabstimmung erfolgen - die gilt als Formalität. Das ist die Zahl, auf die sich die Dienste und der Europäische Gesetzgeber vorläufig geeinigt haben sollen. Die Regelung als solche wurde bereits letztes Jahr durch die Medienminister der EU-Mitgliedsstaaten diskutiert. Große Änderungen sind laut Viola für Netflix allerdings nicht zu erwarten, da der größte Streaming-Anbieter die geforderte EU-Quote bereits fast erfüllt.

Dabei wird zwar primär kritisiert, dass Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon nicht genügend europäische Produktionen anbieten, jedoch soll mit der Regelung noch ein ganz anderes Ziel verfolgt werden.

Die Richtlinie soll bereits im Dezember verabschiedet werden und binnen der folgenden 20 Monate umgesetzt werden. Ungleichgewicht verbessern Noch im Oktober will die EU-Kommision genaue Zahlen veröffentlicht, die die Anteile an europäischen Produktionen bei den Streaming-Anbietern offenlegen.

Die Anbieter würden dann zusätzlich verpflichtet, einen Beitrag zur nationalen Filmförderung zu leisten. Während man mit der nun vor der Verabschiedung stehenden Quote aber scheinbar kein Problem hat, versucht Netflix diese Bezahlverpflichtung anzufechten, allerdings bislang erfolglos.

Hintergrund ist, dass Netflix so gezwungen wird, nationale Filmförderungen finanziell zu unterstützen. Es gibt keine redaktionelle Prüfung durch FOCUS Online.

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