Gerüchte über Ausstieg von HNA drücken Deutsche-Bank-Aktie | Wirtschaft

Quelle dpa

HNA war erst Anfang des vergangenen Jahres zum Hauptaktionär der Deutschen Bank aufgestiegen. Dass sich HNA mit Hilfe von Derivaten gegen Kursverluste absicherte, brachte den Chinesen den Vorwurf ein, die Deutsche Bank nur als Spekulationsobjekt zu sehen. Der chinesische Mischkonzern HNA wird Finanzkreisen zufolge offenbar von Peking dazu gedrängt, die Beteiligung an der Deutschen Bank schrittweise abzustoßen.

HNA hält die Deutsche-Bank-Aktien über die österreichische Fondsgesellschaft C-Quadrat, deren Chef Alexander Schütz auch für HNA im Aufsichtsrat des Instituts sitzt.

Der Staat und Gläubiger der hochverschuldeten HNA hatten zuletzt den Druck erhöht, sich wieder auf das alte Kerngeschäft Luftfahrt und Tourismus zu konzentrieren. Der Aktienkurs der Deutschen Bank fiel zunächst nach dieeser Nachricht im frühen Freitaghandel um mehr als 1 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte Juli, erholte sich dann aber wieder. Ein Ausstieg bei der Deutschen Bank käme insofern nicht völlig überraschend, nachdem HNA bereits seit Jahresbeginn den Anteil an dem Institut schrittweise abgebaut hatte.

Die Chinesen hatten sich in den zurückliegenden Jahren für viele Milliarden verschuldet und bei zahlreichen westlichen Firmen eingekauft, darunter Fluglinien und Hotelketten. Sein Vertrag läuft offiziell noch bis 2023. Den Großteil der Anteile (6,63 Prozent) hat HNA bei der Schweizer Großbank UBS geparkt und über Finanzinstrumente abgesichert. Allerdings gehen Fachleute davon aus, dass es trotzdem unter dem Strich einen - leicht - negativen Effekt auf die Aktie geben dürfte.

HNA wurde 1993 gegründet. Nach dem Unfalltod von Gründer Wang Jian vor einigen Wochen hatte es geheißen, HNA werde die mit den Gläubigern vereinbarten Verkäufe von Geschäftsteilen in den kommenden Monaten fortsetzen.

Bereits im April hatte HNA die Beteiligung an Deutschlands grösstem Geldhaus auf weniger als 8 Prozent reduziert. HNA wollte sich nicht zur Höhe der Verschuldung äußern. Die Mehrheit an dem Konzern, der wegen seiner undurchsichtigen Eigentümerstruktur in der Kritik steht, besitzen eine in New York und eine in China beheimatete Stiftung.

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