Brennpunkt Aktivisten wollen erneut in Hambacher Forst kommen Kerpen

Brennpunkt Aktivisten wollen erneut in Hambacher Forst kommen Kerpen

"Die Lage ist unverändert ruhig", sagte ein Sprecher der Aachener Polizei am Sonntag. In der Ortschaft Buir in unmittelbarer Nähe des Hambacher Forsts war für den Nachmittag eine Tanzdemo angekündigt. "Wir werden auf jeden Fall wieder in den Wald kommen", kündigte ein Sprecher der "Aktion Unterholz" an.

Düsseldorf (ots) - Die Polizei ist im Hambacher Forst auf ausgeklügelte Tunnelsysteme gestoßen, die die Aktivisten angelegt haben. Mitarbeiter hatten unter starkem Polizeischutz Barrikaden, Möbelstücke und vieles mehr aus dem Forst abtransportiert, den Aktivisten in Baumhäusern besetzt haben.

Hintergrund sind Aufräumaktionen des Energiekonzerns RWE am Mittwoch und Donnerstag.

Daran änderte auch die Meldung nichts, die wenige Minuten nach der Ausrufung des "Tag X" vom BUND verbreitet wurde: Das Unternehmen RWE, das den Wald wegen des Tagebaus Hambach fällen will, habe gegenüber dem Oberverwaltungsgericht Münster eine "Stillhaltezusage" gegeben: Da es in der Sache noch ein Klageverfahren gibt, sicherte das Unternehmen zu, nicht vor dem 14. Oktober mit Rodungen beginnen zu wollen. Das geht aus internen Polizeiakten und Protokollen hervor, in die die Düsseldorfer "Rheinische Post" (Samstag) Einblick gehabt hat. Die geplante Abholzung von 100 der verbliebenen 200 Hektar Wald soll vorher abgeschlossen sein, sagte eine Ministeriumssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. "Uns, als einsatzführende Behörde, liegen jedoch keine Erkenntnisse zu Tunnelsystemen im Hambacher Forst vor", teilte das Polizeipräsidium Aachen am Sonntag auf Anfrage mit. Die Sprecherin des NRW-Innenministeriums sprach von Erdlöchern, die seit längerer Zeit bekannt seien. Die geplanten Rodungen gefährdeten das Gelingen der Kohle-Kommission, sagte Neubaur. "Landes- und Bundesregierung müssen sich endlich den Forderungen von Umweltverbänden, der Gewerkschaft der Polizei und Verdi nach einem Abholz-Moratorium anschließen". Der Sprecher der Rodungsgegner sprach von einem "Polizeikessel", der gegen 9.30 Uhr begonnen habe. Ein breiter gesellschaftlicher Konsens für den Ausstieg aus dem Kohlestrom, den die Kommission herstellen soll, wäre dann gefährdet. Dagegen gibt es heftige Proteste.

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