T-Systems streicht tausende Jobs

Nach einem Kompromiss mit dem Betriebsrat wird die defizitäre Telekom-Tochter T-Systems Mitte September mit einem harten Sparprogramm beginnen.

Die Telekom-Großkundentochter T-Systems kann mit dem geplanten Abbau von Tausenden Jobs starten.

"Wir haben uns geeinigt, dass bis Ende 2020 insgesamt 3.765 Stellen abgebaut werden", sagte Gesamtbetriebsratschef Thomas Schneegans dem "Handelsblatt". Insgesamt spreche das Unternehmen vom Abbau von 5600 Stellen, hieß es in dem Bericht. Gehe es dem seit Jahren schwächelnden IT-Anbieter dann nicht besser, könne der Abbau weiterer 1200 Stellen anstehen. Dafür stünden Instrumente wie Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindungen zur Verfügung, schrieb er in einem Firmen-Blog.

Die Einigung auf den Stellenabbau in der Bundesrepublik ist ein Etappensieg für den neuen T-System-Chef Adel Al-Saleh. Im Juni hatte der US-Amerikaner angekündigt, weltweit rund 10 000 Stellen streichen zu wollen, davon allein in Deutschland 6000. Die Hälfte der Einsparungen will T-Systems in Cloud-Dienste und IT-Sicherheit investieren. Bisher betreibt T-Systems etwa 230 Bürostandorte in Deutschland.

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