USA und EU führen in Brüssel Handelsgespräche

Weiteres Treffen vereinbart: Noch viel Arbeit nötig: Keine Fortschritte bei Handelsstreit-Treffen

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer kommt am Vormittag mit EU-Außenhandelskommissarin Cecilia Malmström in Brüssel zusammen (10.00 Uhr).

"Trump und Juncker haben eine Vereinbarung getroffen, aber in Wirklichkeit haben wir uns nicht vollständig auf die Tragweite der Diskussionen geeinigt", sagte ein EU-Vertreter. Es waren die ersten, nachdem US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Juli vereinbart hatten, den Handelsstreit nicht weiter zu verschärfen.

"Noch viel Arbeit liegt diesen Herbst vor uns". Immerhin soll es Ende des Monats ein weiteres Treffen geben.

Trump und Juncker hatten vereinbart, bei Industriegütern - abgesehen von Autos - über die Abschaffung von Zöllen, Handelsbeschränkungen und Subventionen zu verhandeln. Beide Seiten einigten sich, vorerst auf solche Zölle zu verzichten.

Trump verteidigt die Sonderabgaben gegen Handelspartner wie China und die EU damit, dass er die amerikanische Industrie vor unlauterem Wettbewerb schützen wolle. Zudem will die EU mehr US-Sojabohnen kaufen. Die Details sind allerdings noch offen. Ginge es nach Trump, würden die Verhandlungen über Handelsliberalisierung ebenso auf den Agrarbereich ausgedehnt werden. Juncker drohte daraufhin damit, dass die EU bei Strafzöllen auf europäische Autos ihrerseits Aufschläge auf die Einfuhr von US-Autos verhängen werde.

Jüngst war die Stimmung aber wieder schlechter geworden.

Die Europäer sind bemüht, den Zwist mit den USA abzuschwächen, in dem Präsident Donald Trump der EU bei einer ganzen Reihe von Produkten eine unfaire Handelspolitik vorwirft.

"Wir haben diskutiert, wie wir vorangehen und Prioritäten beider Seiten identifizieren und wie wir kurz- und mittelfristig konkrete Ergebnisse erzielen", schrieb Malmström nach dem Treffen mit dem US-Vertreter im Kurzbotschaftendienst Twitter. Sie kündigte für den Oktober auch Gespräche auf Expertenebene an.

Lighthizer kündigte seinerseits auch ein Treffen mit Malmström im November an, "um Ergebnisse in einer Reihe von Bereichen endgültig festzulegen". Gewohnt präzise und scharfsichtig urteilte er in einem Interview: "Die EU ist fast so schlimm wie China, nur kleiner". Die Führung in Peking drohte mit Vergeltungsmaßnahmen für jeden weiteren Zollschritt der USA. Im Juli übertrafen die gesamten Importe die Exporte um gut 50 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium in Washington in der vergangenen Woche bekanntgab.

Related:

Comments

Latest news

Jürgen Drews: Es zieht ihn zurück auf die Bühne
Drews nach seinem Konzert zu "Bild": "Ich werde alle anstehenden Termine wahrnehmen und freue mich, dass es weitergeht". Noch konnte der fidele Sänger allerdings bei seinem Auftritt nicht wie gewohnt mit toben, heißt es weiter.

Festnahmen vor Regional- und Kommunalwahlen in Russland - Politik
Auch wenn die Wahlbeteiligung niedrig sein dürfte, wird mit einem Sieg der Kreml-Partei Geeintes Russland gerechnet. In Moskau kam es laut OWD-Info in einigen Wahllokalen zu Rangeleien zwischen Wahlbeobachtern und Hilfspolizisten.

Nach Kollision mit Carvajal: Englands Shaw nach Schreckmoment: "Mir geht es gut"
Verteidiger Nacho fügte hinzu: "Er ist eine Nummer eins und wir haben totales Glück, dass wir ihn haben". Shaw hatte zuvor den Führungstreffer der Three Lions durch Marcus Rashford (11.) vorbereitet.

Merkel wirbt in Mazedonien für Beilegung des Namensstreits mit Griechenland
Eine erfolgreiche Volksabstimmung werde die Tür öffnen für die euroatlantische Verankerung Mazedoniens, so Merkel. Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Athen.

Trockenheit: K+S unterbricht Produktion in zweitem Werk
Ein Kalender auf der K+S-Website gibt einen Überblick auf die aktuelle Produktion an den einzelnen Standorten des Werkes Werra. Von der Produktionsunterbrechung sind nach Unternehmensangaben rund 1150 Mitarbeiter betroffen.

Other news