Peggy Knobloch: Neue Spur im Fall des verschwundenen Mädchens

Kriminalität- Justiz will Mordfall Peggy nach elf Jahren überprüfen

Die Polizeisprecherin wollte keine näheren Angaben zur Art der Einsätze und zu möglichen Tatverdächtigen machen.

Doch nun gibt es Medienberichten zufolge eine große Razzia - und ein Mann wird vernommen, der seit Jahren im Visier der Ermittler steht.

September, 09.48 Uhr: Im vergangenen Jahr hatte sich eine Gruppe von Bürgern aus Lichtenberg mit einem "Hilferuf" an die Öffentlichkeit gewandt. Sie sprachen von einem "Polizei- und Justizskandal" und einseitigen Ermittlungen. Viele Hinweise aus der Bevölkerung seien ignoriert worden und Zeugenaussagen aus den Akten verschwunden. Weitere Details zum Einsatz will die Polizei am Donnerstagnachmittag bekannt geben. Der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel wies die Vorwürfe zurück. Der damalige Tatverdächtige Ulvi K. habe ihn seinerzeit schwer belastet.

Wie die Bild berichtet, befindet sich der Verhörte bereits wieder zu Hause, weil ein dringender Tatverdacht derzeit nicht bestehe.

2004 war Ulvi K. aus dem oberfränkischen Lichtenberg wegen Mordes an dem bis heute verschwundenen Mädchen Peggy verurteilt worden.

Der Festgenommene soll bereits ein Geständnis abgelegt haben. Im Laufe des Tages werde es eine gemeinsame Presseerklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft geben.

Laut "Frankenpost" war der Mann schon zum Zeitpunkt des Verschwindens von Peggy im Jahr 2001 im Visier der Behörden. In Lichtenberg waren die Beamten dem Bericht zufolge mit fünf Bussen und mehreren Zivilfahrzeugen unterwegs, um sein Elternhaus und eine ehemalige Werkstatt zu durchsuchen.

Weder Focus Online noch Frankenpost konnten zunächst eine Stellungnahme der Polizei dazu erhalten. Und vielleicht sogar endlich ihr Mörder gefunden ist.

Die damals neunjährige Peggy verschwand im Mai 2001 spurlos. Gut 15 Jahre später, am 2. Juli 2016, fand ein Pilzsammler Teile ihres Skeletts in einem Waldstück in Thüringen - knapp 20 Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg entfernt. Die wissenschaftlichen Untersuchungen des am Fundort entdeckten Spurenmaterials hätten Verdachtsmomente gegen den 41-Jährigen ergeben, die durch weitere Ermittlungsschritte untermauert worden seien.

In Verdacht stand lange Ulvi K., bevor ihn das Landgericht Bayreuth in einem spektakulären Wiederaufnahmeverfahren freisprach, wie auch tz.de* berichtete.

Peggys Schicksal zählt zu den rätselhaftesten Mordfällen in Deutschland.

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