Langjährige Haftstrafe: Hamburger Taxifahrer Ilhami A. in der Türkei verurteilt

IMG-20180815-WA0001001

Wieder wird Medienberichten zufolge in der Türkei ein Deutscher zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, wieder geht es um angebliche Terrorpropaganda. Der Vorwurf: Er soll über soziale Medien Propaganda für Terrororganisationen verbreitet haben.

Anwalt Yildirim legte Berufung ein. Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung sah es das Gericht als erwiesen an, dass er über soziale Medien Propaganda für Terrororganisationen verbreitet hat.

Der 46-Jährige wurde vor einem Monat in der osttürkischen Provinz verhaftet. Sein Mandant müsse die Haftstrafe bis zu einer Entscheidung des Kassationsgerichtes zwar nicht antreten, dürfe aber die Türkei nicht verlassen, sagte er.

Ilhami A. ist Deutscher und lebt in Hamburg. Ihm sei eine Ausreisesperre auferlegt worden.

Er war in die Türkei gereist, um sich dort um seine erkrankte Mutter zu kümmern.

Laut Bundesregierung sind in der Türkei derzeit mehrere weitere Deutsche aus politischen Gründen in Haft.

Die Verurteilung von Ilhami A. erfolgte ungewöhnlich schnell, da Verdächtige in der Türkei oft monatelang in Untersuchungshaft sitzen, bevor Anklage erhoben wird. Demnach wurde kürzlich ein Deutscher freigelassen, der aber ebenfalls nicht ausreisen darf. Die Inhaftierung der Deutschen belastet seit Jahren das deutsch-türkische Verhältnis.

Related:

Comments

Latest news

Bericht: Deutscher wegen Terrorvorwürfen in Türkei in Gefängnis
Nach Auskunft von Angehörigen besitzt er die sogenannte "blaue Karte", die ehemalige türkische Staatsangehörige beantragen können. Das Auswärtige Amt habe sich auf Nachfrage nicht zu der Rechtmäßigkeit des Urteils äußern wollen, heißt es in dem Bericht.

Woodward-Quellen kritisieren Darstellung Trumps in Enthüllungsbuch
Trump bezeichnete die entsprechenden Zitate ebenso wie das gesamte Buch als "Fiktion". Am Dienstag ist das Enthüllungsbuchs der Reporterlegende Bob Woodward erschienen.

EU-Parlament leitete Rechtsstaatsverfahren gegen Ungarn ein
Ob die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament erreicht wird, dürfte entscheidend von den Stimmen der EVP-Fraktion abhängen. Vor allem Abgeordnete aus Skandinavien sowie aus Belgien, den Niederlanden und Luxemburg hätten sich kritisch geäußert.

Daniel Küblböck: Seine letzte Nachricht!
Die " Bild " kontaktierte ein Hotel auf Mallorca und bekam als Antwort: "Sie hat sich vor zwei Monaten zur Ruhe gesetzt". Theater-Chef Robert Mau hat sich in einem Interview mit der " Bild " noch einmal explizit zu den Vorwürfen geäußert.

Daniel Küblböck: Schauspielschule unter Beschuss
Im Internet kursiert ein angeblich von Küblböck verfasster Eintrag, in dem von monatelangem Mobben an der Schule die Rede ist. Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

Other news