Gewerkschaften kündigen nächsten Streik bei Ryanair an - Schlaglichter

Ryanair-Maschine in WeezeMehr

Kurz vor den Herbstferien wollen mehrere Gewerkschaften Ryanair bestreiken. September werden Flugbegleiter an den Basen in Spanien, Italien, Portugal und Benelux streiken.

Wegen des ersten gemeinsamen Streiks von Piloten und Flugbegleitern fielen mindestens 150 der geplanten 400 Verbindungen von und nach Deutschland aus, wie der größte europäische Billigflieger bereits am Vortag angekündigt hatte. Die Gewerkschaften kündigten zudem an, jeden Monat zu streiken, wenn das Unternehmen nicht auf ihre Forderungen eingehe. Der 24-Stunden-Streik von Piloten und Flugbegleitern hatte am Mittwochmorgen begonnen und sollte noch bis diesen Donnerstag um 2.59 Uhr dauern. In Deutschland hatte es am Mittwoch Streiks gegeben.

Das Unternehmen widersprach am Donnerstag aber gewerkschaftlichen Ankündigungen eines "Reisechaos". Bei allen Streiks in diesem Sommer habe Ryanair nur wenige seiner 2500 Flüge pro Tag streichen müssen, sagte Marketingchef Kenny Jacobs. Die Beschäftigten der profitabelsten europäischen Airline, die mit Flügen zum Preis von wenigen Euro den Markt aufmischte, fordern eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen - so etwa Lohnfortzahlung oder Regeln zu Versetzungen.

Ryanair droht der nächste Streik - und dieses Mal sprechen Arbeitervertreter von dem "größten Streik aller Zeiten". Ob sich andere Länder oder Pilotenvereinigungen anschließen, sei noch offen. "Die herablassende Reaktion und die Drohungen des Top-Managements gegenüber den Mitarbeitern in Deutschland ist bezeichnend für Unkultur in der Unternehmensführung", so Ingolf Schumacher, Vorsitzender Tarifpolitik der Vereinigung Cockpit. Die große Mehrheit der Beschäftigten sei bei vorangegangenen Streiktagen zur Arbeit erschienen. Flugbegleiter-Gewerkschaften in fünf Ländern kündigten in Brüssel für den 28. September Arbeitsniederlegungen an. Die Gewerkschaftsvertreter erklärten, die Streiks könnten allerdings noch vermieden werden, wenn die Aktionäre des Billigfliegers auf der Hauptversammlung am 20. September mit Änderungen der Arbeitsverträge einverstanden seien.

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