Kontrollaktion: Zoll entdeckt etliche Mindestlohn-Verstöße

Schwarzarbeit: Zoll entdeckt 78 Fälle in der Region Northeim | Northeim

Landkreis - Vergangene Woche hat der Zoll wegen Vergehen gegen den Mindestlohn ermittelt.

Am 11. und 12. September haben insgesamt rund 6.000 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit der Zollverwaltung bundesweit die Einhaltung der Mindestlohnregelungen geprüft. In der Region Osnabrück entdeckten die Ermittler in 96 Fällen Unstimmigkeiten, bei etwa einem Drittel davon gibt es Anhaltspunkte, dass der Mindestlohn nicht gezahlt wird. Der gesetzliche Mindestlohn besteht seit 2015 und beträgt aktuell 8,84 Euro je Zeitstunde. Zudem wurden mehr als 32 000 Arbeitskräfte im Einzelhandel, in Gaststätten und Hotels und Friseuren sowie dazu Fahrer im Speditions-, Transport-, Paket- und Taxigewerbe befragt.

Nach einer groß angelegten Kontrollaktion des Zolls sind in Rheinland-Pfalz und im Saarland mehrere Ermittlungsverfahren wegen Mindestlohn-Verstößen eingeleitet worden. Dabei ergaben sich insbesondere Hinweise auf Mindestlohnunterschreitungen, das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen, illegale Ausländerbeschäftigung und den unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen.

Die bundesweiten Kontrollen wurden im Bezirk des Hauptzollamts Rosenheim an beiden Tagen mit rund 70 Beamten der Standorte Rosenheim, Traunstein und Weilheim unterstützt. "Dann werden gegebenenfalls Ermittlungsverfahren eingeleitet", erklärte der Pressesprecher des Hauptzollamtes, Andreas Löhde, das weitere Vorgehen.

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