Trump will weitere Sonderzölle gegen China verhängen

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Die Europäische Handelskammer in Peking schlug am Dienstag Alarm: "Die Auswirkungen des Handelskriegs auf europäische Firmen in China sind erheblich und überwiegend negativ", sagte Mats Harborn, Präsident der Europäischen Handelskammer in Peking, anlässlich der Präsentation eines neuen Positionspapiers.

Die neuen Zölle sollen einem ranghohen Regierungsbeamten zufolge ab dem 24. September erhoben und schrittweise bis Jahresende auf 25 Prozent erhöht werden. Negativeffekte für die USA seien bisher kaum messbar. Bislang war mit Importaufschlägen von 25 Prozent gerechnet worden. Trump hatte bereits vor längerer Zeit angedroht, dies in einem zweiten Schritt um Sonderzölle auf 200 Milliarden Dollar zu erweitern.

Die USA spitzen den Handelskonflikt mit China zu: Auf die bisher verhängten Importzölle sattelt der US-Präsident noch einmal weitere 200 Milliarden US-Dollar auf - und spricht schon neue Drohungen aus. Zuvor hatte Wirtschaftsberater Larry Kudlow laut CNBC bereits verkündet, dass Trump nach Gesprächen mit China "nicht zufrieden" sei. Trump selbst sagte, er werde seine Entscheidung nach Handelsschluss bekanntgeben.

In der Liste, die demnächst präsentiert werden soll, seien sie nicht mehr enthalten, schrieb der Finanzdienst Bloomberg am Montag unter Berufung auf informierte Personen. Zölle hätten für us-amerikanische Konsumenten Preissteigerungen zur Folge, teilte Apple mit.

Trump wirft China unter anderem Diebstahl geistigen Eigentums und erzwungenen Technologietransfer bei US-Investitionen in der Volksrepublik vor. Angesichts des hohen Anteils von in China produzierten Apple-Geräte hätte der Konzern bei einer Eskalation des Handelskonflikts zwischen Washington und Peking viel zu verlieren.

US-Präsident Donald Trump hat wie erwartet eine neue Runde im Handelsstreit mit China eingeläutet. Apple-Chef Tim Cook äußerte zuletzt die Hoffnung, dass sich in dem Streit "kühle Köpfe" durchsetzen werden. Geng Shuang, eine Sprecherin des Pekinger Handelsministeriums, bekräftigte, dass die Volksrepublik mit "Gegenmaßnahmen" reagieren werde, sollten die USA weitere Strafzölle gegen China verhängen. Man werde sich "entschlossen verteidigen", hieß es. Dies würde zusammen etwa die Hälfte aller jährlichen Importe aus China in die Vereinigten Staaten betreffen. Die US-Importeure befürchten eine massive Verteuerung von Waren im Inland. China erwägt im Handelsstreit nun, das Gesprächsangebot der US-Administration über drohende Strafzölle auszuschlagen. China werde nicht mit vorgehaltener Pistole verhandeln, berichtete das "Wall Street Journal".

Die beiden grössten Volkswirtschaften der Erde überziehen sich seit Anfang Juli mit Straf- und Vergeltungszöllen auf Waren im Volumen von bisher insgesamt 100 Milliarden Dollar. Die Regierung in Peking wiederum hatte angekündigt, auf diese Zölle mit Gegenmaßnahmen zu reagieren.

Die Möglichkeiten Chinas, mit eigenen Strafzöllen auf Importe aus den USA Vergeltung zu üben, sind jedoch begrenzt: Die USA führen lediglich Waren im Wert von 130 Milliarden US-Dollar nach China aus.

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