China verhängt neue Strafzölle auf US-Waren

Donald Trump will mit seinen Maßnahmen das US-Handelsdefizit abbauen

Damit möchte Trump angeblich die Interessen von US-Farmern und einigen Industrien schützen, weil der Handel mit China angeblich "unfair" sei, wie die New York Times ausführt. Sollten die USA weitere Zölle erheben, dann werde China entsprechend reagieren. Als er im Juli die ersten Zölle auf China-Importen von 34 Milliarden Dollar einführte, beschloss das kommunistische Regime umgehend Zölle in gleichem Umfang. China reichte zudem Beschwerde bei der Welthandelsorganisation ein. Insgesamt entfernte die US-Regierung rund 300 Produkte von der Liste, nachdem Unternehmen und Verbände ihre Bedenken angemeldet hatten.

Trump hatte am Montagabend (Ortszeit) zehnprozentige Zuschläge auf Waren aus China in einem Wert von 200 Milliarden Dollar angekündigt. Die Sonderabgaben gelten unter anderem für Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und Spielwaren. Und die nächste Eskalationsstufe ist schon angekündigt: Trump meint es zweifellos ernst, wenn er sagt, er werde "sofort" auch noch die andere Hälfte der Importe mit Zöllen belegen, falls sich China jetzt mit noch höheren Handelshemmnissen an den USA räche und nicht "endlich fairen Handel" ermögliche - sprich, die (seit langem existierenden Zölle) auf Importen amerikanischer Waren aufhebt und US-Unternehmen ermöglicht, chinesische Firmen zu übernehmen. Darum kann Peking in diesem Handelskrieg nicht allzu weit gehen.

Nur China hätte noch Potenzial für weitere Strafzölle.

Donald Trump (bei einer Rede im Weißen Haus am 17. September). Noch mehr Produkte aus China werden beim Import in die USA mit einem Strafzoll von zehn Prozent belegt.

Zwar seien die von den USA verhängten Strafzölle eindeutig der falsche Weg.

Mit deutlicher Kritik meldete sich inzwischen der deutsche Handelsverband BGA zu Wort.

US-Präsident Donald Trump hat in seinem bisher größten Schlag im Handelsstreit die Hälfte aller Warenimporte aus China mit Sonderzöllen belegt.

Chinesische Waren in einem US-Hafen sind Präsident Donald Trump ein Dorn im Auge. Die "Zeche für das Chaos" müssten am Ende nicht nur die US-Bürger bezahlen.

Diverse große US-Konzerne lernen aktuell, wie man am besten das Gehör von US-Präsident Trump findet: Öffentliche Proteste und Stellungnahmen über offizielle Kanäle sind eher hinderlich. Trump mindere damit die Erfolgsaussichten der eigenen Steuerreform. "Sollten die Zölle gegen Jahresende von zehn auf 25 Prozent steigen, dann beträgt der Bremseffekt 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte", erläuterte der Leiter des Ifo-Zentrums für Außenwirtschaft, Gabriel Felbermayr, am Dienstag. "Das ist spürbar, aber bei einem chinesischen Wachstum von etwa 6,5 Prozent im Jahr ist die Auswirkung überschaubar". China habe sich in den vergangenen Jahren unabhängiger vom Export gemacht. Er führe zu einem Aufwertungsdruck auf den Dollar. In China selbst kämen überschuldete Unternehmen unter Druck.

Nutznießer des Handelskonflikts zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten der Welt könnte die EU sein. Dies könnte auch europäische Firmen in Mitleidenschaft ziehen.

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