Trump übt erneut Kritik an Deutschland wegen Nordstream 2

US-Präsident Trump und der polnische Staatschef Duda im Oval Office

Seine Worte, dass seine Regierung diese Bitte "sehr ernsthaft prüfen werde", klang dagegen schon etwas ausweichend.

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag erneut schwere Vorwürfe gegen Deutschland wegen der Zustimmung zum Bau der Pipeline Nordstream 2 erhoben. Duda begründete das Anliegen mit dem "aggressiven Verhalten" Russlands, gegen das sich Polen wappnen müsse. Duda schlug vor, dass der Stützpunkt "Fort Trump" getauft werden könnte.

Trump wies bei dem Treffen mit Duda auf finanzielle Anreize einer dauerhaften militärischen Präsenz in Polen für sein Land hin. Insofern seien die USA "sicherlich" bereit, über einen permanenten Stützpunkt zu reden. Auch die Nato-Oberen und Russland-Skeptiker wie Ben Hodges, bis 2017 Kommandeur der US-Armee in Europa, sind gegen eine amerikanische Militärbasis in Polen, weil dies "russische Ängste schüren würde".

Ich denke es ist eine sehr aggressive Situation.

Eigentlich möchte Warschau sogar zwei US-Basen haben: eine in Divisions- (10.000 bis 25.000 Mann) und eine andere in Brigadestärke (1.000 bis 5.500 Mann).

Der stellvertretende polnische Verteidigungsminister Tomasz Szatkowski begrüßte die Idee einer US-Militärbasis in seinem Land, weil diese die "geopolitische Landschaft" Europas verändern werde. Trump erklärte zugleich, die USA planten keine Sanktionen gegen Unternehmen, die sich an dem russischen Vorhaben beteiligten. Und um dem Wunsch danach nochmals Nachdruck zu verleihen und dem US-Präsidenten zu schmeicheln, möchte Polen den Hauptstützpunkt "Fort Trump" taufen.

Fachleuten ist klar, dass ein ständiges US-Kontingent an der Weichsel nicht nur gegen die Nato-Russland-Grundakte von 1997 verstoßen würde, in der die Stationierung von Truppen in den östlichen Nato-Mitgliedsstaaten begrenzt wurde.

Um sich vor Aggressor Russland zu schützen, möchte Polen mehr US-Militär im Land. Derzeit sind US-Soldaten im Rahmen eines Nato-Programms vorübergehend in Polen. Man fände nur, dass es sehr unglücklich für die Menschen in Deutschland sei, dass Deutschland Milliarden und Milliarden Dollars im Jahr für Energie aus Russland zahle, sagte Trump.

Die USA und Polen seien einer diversifizierten Energieversorgung für Europa "tief verpflichtet", sagte Trump. Duda sprach von einer "riesigen Bedrohung" für die Zuverlässigkeit der polnischen Energieversorgung. Osteuropäische Staaten fürchten einen zu großen russischen Einfluss auf die europäische Energieversorgung.

Trump wiederum hatte Nord Stream 2 bereits während seines Europabesuchs im Juli vehement kritisiert.

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