Porsche steigt als erster deutscher Autokonzern bei Diesel aus

70 Jahre Porsche

Damit ist er der erste, der komplett auf Diesel-Autos verzichtet. Das bestätigte Porsche gegenüber dem SWR. "Von Porsche wird es künftig keinen Diesel mehr geben", sagte der Vorstandschef des Stuttgarter Sportwagenbauers, Oliver Blume, in einem Interview der "Bild am Sonntag".

Knapp zehn Jahre lang hat Porsche Diesel-Fahrzeuge verkauft.

Viel Ärger bereitet Obwohl Porsche nie eigene Dieselmotoren entwickelt und produziert hat, "hat das Image gelitten", sagt Blume.

Der Sportwagenbauer werde sich ab sofort nur noch auf das konzentrieren, "was er besonders gut kann: Das sind emotionale, leistungsstarke Benziner, Hybride und ab 2019 werden es auch reine Elektroautos sein".

Als weiteren Grund für den Ausstieg nannte Blume die Schärfung des sportlichen Markenkerns.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelte bei Porsche wegen Betrugs zuletzt gegen drei Beschuldigte, darunter den amtierenden Entwicklungsvorstand Michael Steiner. "Im Einzelfall des Achtzylinder Cayenne EU5 wurde eine Motorladungssteuerung vom Kraftfahrtbundesamt als nicht gesetzeskonform eingestuft", so Blume. Einen Benziner könne man da "ganz anders auslegen".

Seine bisherigen Diesel-Kunden will Porsche laut Blume weiter betreuen.

Nach Informationen der "Bild am Sonntag" steht das Stuttgarter Unternehmen im Verdacht, Manipulationen an Motoren vorgenommen zu haben. Nach Angaben von Porsche ist die Nachfrage nach Diesel-Modellen rückläufig, der weltweite Anteil lag 2017 bei zwölf Prozent. Bis 2025 könnte bereits jedes zweite Neufahrzeug von Porsche einen Elektroantrieb haben - entweder als Hybrid oder rein elektrisch. Mehrere Städte haben wegen der hohen Belastung an gesundheitsschädlichen Stickoxiden Fahrverbote verhängt, auch vor Gericht ist das Thema gelandet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Chefs deutscher Autokonzerne beraten heute in Berlin über Maßnahmen gegen Fahrverbote für ältere Diesel.

An dem für den frühen Abend angesetzten Treffen im Kanzleramt nimmt auch Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) teil. Bisher lehnen die Hersteller Hardware-Nachrüstungen ab.

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