Essen - RWE hält an Rodung in Hambach fest

Teilnehmer der Demonstration gegen die Rodung des Hambacher Forsts warten im Regen vor einer Polizeikette

Zum Streit um die Rodung des Hambacher Forsts haben sich fünf Mitglieder der Bundesregierung im Juli und August mit RWE-Chef Rolf Martin Schmitz getroffen. "Und ich bin tief betroffen, dass für eine solche Illusion, für ein solches Symbol gestern ein Mensch gestorben ist".

Ein 27 Jahre alter Journalist aus Leverkusen war am Mittwoch durch die Bretter einer Hängebrücke zwischen zwei Baumhäusern gebrochen und 15 Meter tief gestürzt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Unfall aus. Die Fraktion hatte sich erkundigt, wie oft die Bundesregierung mit RWE darüber gesprochen hatte, vorbereitende Maßnahmen für den Braunkohle-Tagebau und Kraftwerkserweiterungen aufzuschieben, bis die derzeit tagende Kohlekommission einen Plan für den Kohleausstieg vorlegt.

Dabei geht es laut Schmitz nicht nur um entgangene Braunkohle. Auch müssten mit hohem Aufwand große Abraummengen herbeigeschafft werden, um die Abbruchkante des Braunkohletagebaus zu stabilisieren, "wenn der Hambacher Forst stehen bleibt, wenn wir nicht weiter arbeiten können".

Indessen ist nach dem tödlichen Sturz die Räumung der Baumhäuser weiterhin unterbrochen.

RWE will aber Barrikaden auf den Waldwegen beseitigen. "Die Notwendigkeit von Rettungswegen hat sich gezeigt. RWE ist rechtlich dazu verpflichtet, diese Wege im Wald frei zu halten".

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