Panama will Rettungsschiff "Aquarius" Flagge entziehen

Das Rettungsschiff Aquarius ist in internationalen Gewässern im Mittelmeer zu sehen

Vor wenigen Tagen erst hatte UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi in Rom gesagt, in Libyen gebe es keinen sicheren Hafen. Italien droht mit einer Anzeige. Bisher ist allerdings unklar, wohin die "Aquarius" fahren wird.

Auf Betreiben der italienischen Regierung entzieht Panama dem Flüchtlings-Rettungsschiff Aquarius (offiziell: Aquarius 2) seine Zulassung. Nach einem komplizierten Einsatz und nach Verhandlungen mit der libyschen Küstenwache hätte die "Aquarius" in internationalen Gewässern 47 Menschen aufgenommen, twitterte die Hilfsorganisation SOS Mediterranee. Mitte September trat sie unter der Flagge Panamas und unter dem neuen Namen "Aquarius 2" ihre neue Rettungsmission an. Darunter seien 17 Minderjährige und eine Schwangere. Er will, dass die libyschen Behörden die Rettungseinsätze übernehmen und die Migranten wieder zurück in das Bürgerkriegsland bringen. Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini hat erklärt, keine privaten Rettungschiffe in den Häfen seines Landes anlegen zu lassen. Er warf der NGO vor, nicht mit der libyschen Küstenwache kooperiert zu haben. Hilfsorganisationen lehnen dies jedoch ab, weil vielen Menschen dort Folter droht. Salvini sagte, es seien weitere Boote mit etwa 100 Flüchtlingen an Bord von Schleppern aufs Meer geschickt worden.

Damit wird das letzte verbliebene private Rettungsschiff im zentralen Mittelmeer faktisch lahmgelegt.

Die Schifffahrtsbehörde Panamas hatte am Wochenende mitgeteilt, den Prozess der Löschung der "Aquarius 2", vormals "Aquarius", aus dem Schifffahrtsregister des mittelamerikanischen Landes eingeleitet zu haben. Das Schiff habe internationale rechtliche Vorgaben im Bezug auf Flüchtlinge außer acht gelassen, hieß es zur Begründung. Zwölf EU-Staaten beraten nun über die Migranten an Bord der "Diciotti". Grund sei eine Beschwerde der italienischen Behörden, wonach die "Aquarius" sich geweigert habe, aufgenommene Flüchtlinge in ihren Ausgangshafen zurückzubringen. Die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Mediterranee zeigten sich "erschüttert" über das Vorgehen Panamas gegen das von ihnen betriebene Schiff. Der Aquarius werde unter "offenkundigem wirtschaftlichem und politischem Druck der italienischen Regierung" die Registrierung entzogen, kritisierten sie. Beide Organisationen forderten die europäischen Regierungen auf, zu erlauben, den Einsatz fortzusetzen. Seit Beginn des Jahres sind rund 1260 Menschen bei dem Versuch ertrunken, das zentrale Mittelmeer zu überqueren.

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