Tesla-Gründer: Elon Musk tritt laut US-Medienberichten als Aufsichtsratschef zurück

Elon Musk

Ein Verwaltungsrat hat in den USA eine ähnliche Kontrollstellung wie ein Aufsichtsrat hierzulande, doch er bestimmt auch stark die Unternehmensstrategie mit. Weitere 20 Millionen Dollar Strafe muss Tesla zahlen. Elon Musk gibt einen Teil seiner Macht bei Tesla ab. Als die Börsenaufsicht zunächst einen Totalrückzug von Musk bei Tesla forderten, sackte der Aktienkurs ab. Eine am Samstag (Ortszeit) von der US-Börsenaufsicht SEC bekanntgegebene Vereinbarung sieht vor, dass Musk aber Geschäftsführer bleiben kann und damit weiter das Tagesgeschäft des Autobauers steuert. Die Finanzierung dafür sei gesichert. Keine drei Wochen nach der Ankündigung ließ Musk den Plan wieder fallen. Wegen des Verdachts auf Marktmanipulation folgten Sammelklagen von Investoren und Ermittlungen der SEC.

Der Chef des Elektroautoherstellters Tesla, Elon Musk, steht nach US-Medienberichten vor dem Rücktritt. Es seien weder der Preis von 420 Dollar besprochen noch formelle Finanzierungsvereinbarungen abgeschlossen worden, hiess es in der Klage.

Am Freitag hatte die Tesla-Aktie nach Bekanntwerden der Klage gegen Musk fast 14 Prozent verloren und bei 264,77 Dollar geschlossen. Doch Musks Machtposition bei Tesla könnte dauerhaft geschwächt werden. Solange Musk das Amt in den nächsten drei Jahren nicht mehr selbst ausführen darf, werden zwei unabhängige Direktoren in den Verwaltungsrat von Tesla berufen. Wenn Unternehmen und Branchen-Investoren Erklärungen abgäben, müssten sie "sich auf verantwortungsvolle Weise verhalten", betonte er mit Blick auf die Affäre um Musks Tweet. Eine Wiederholung der Aktion von August, bei der Musk mit seinen Tweets auch die eigene Chefetage kalt erwischte, scheint damit kaum noch möglich. Wenige Stunden danach reichte die Börsenaufsicht eine Klage gegen den Unternehmer ein.

Die Klageeinreichung der SEC am Donnerstag war eine Reaktion auf die einseitige Aufkündigung eines vorherigen Deals zwischen Teslas Anwälten und der Aufsichtsbehörde. Der Tesla-Verwaltungsrat stand bisher fest hinter Musk, und der für waghalsige Projekte bekannte Milliardär hatte praktisch die volle Kontrolle über das Unternehmen. Noch am Samstag berichtete das "Wall Street Journal", Musk wolle sich weiter gegen die Vorwürfe wehren - mit dem Hinweis, dass er mündliche Absprachen mit dem staatlichen Investitionsfonds von Saudi-Arabien gehabt habe. Möglicherweise musste sich Musk jetzt mit schlechteren Konditionen zufriedengeben: Ursprünglich hätte er den Vorsitz im Verwaltungsrat nur für zwei Jahre abgeben sollen, schrieb unter anderem die "New York Times".

Mit der Zahlung von Bussgeldern und einem dreijährigen Amtsverzicht von Tesla-Chef Musk soll der Rechtsstreit der US-Börsenaufsicht mit dem E-Auto-Konzern Tesla abgewendet werden.

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