US-Präsident Trump kritisiert Zinserhöhung der US-Notenbank Fed

US-Notenbank: Fed erhöht erneut die Leitzinsen

Als Reaktion auf das robuste Wachstum der US-Wirtschaft hatte die Fed den Leitzins in diesem Jahr bereits zwei Mal angehoben, allerdings nur sehr moderat. Wie die Federal Reserve am Mittwoch in Washington mitteilte, steigt das Zielband für den Leitzins "Fed Funds Rate" um 0,25 Punkte auf 2,0 bis 2,25 Prozent.

Powell hatte nach dem Zinsentscheid auch die Unabhängigkeit des Fed betont: "Wir berücksichtigen keine politischen Faktoren".

Es ist das achte Mal seit Beginn der Zinswende Ende 2015, dass die Notenbank ihre Geldpolitik strafft.

Nach der Zinserhöhung in den USA hat Präsident Donald Trump die eigentlich unabhängig agierende Notenbank Fed erneut ins Visier genommen. In diesem Jahr ist es bereits der dritte Zinsschritt. - dpaInstitute: Aufschwung in Deutschland verliert an Fahrt Berlin.

Die US-Wirtschaft brummt, die Trump-Regierung befeuert die ohnehin schon florierende Konjunktur mit massiven Steuersenkungen. Er sprach von einem "wachsenden Chor" der Besorgnis. Die vierteljährlich veröffentlichten Schätzungen zum Wirtschaftswachstum sowie zur Entwicklung von Arbeitsmarkt und Inflation gelten als wichtige Signale für den weiteren Verlauf der Zinspolitik.

Zudem machte der Fed-Vorsitzende deutlich, dass die Kritik Trumps keinen Einfluss auf die Geldpolitik habe. Aus Sorge, der aktuelle Wirtschaftsboom in den USA könne ausgebremst werden, hat er die Fed wiederholt öffentlich kritisiert.

Ihre langfristige Zinsprognose, die an den Märkten besonders beäugt wird, hob die Fed unterdessen leicht von 2,9 auf 3,0 Prozent an. Er sei besorgt, dass die Fed offenbar Gefallen daran finde, den Schlüsselsatz anzuheben. Allerdings tat sie dies nur in kleinen Schritten von jeweils 0,25 Prozentpunkten, um eine wachstumsdämpfende Wirkung der Zinssteigerungen zu vermeiden. "Mit Verbesserung der wirtschaftlichen Lage dürfte die EZB langsam aus der unkonventionellen Geldpolitik aussteigen und ab dem Jahr 2019 die Leitzinsen schrittweise erhöhen", heißt es im Herbstgutachten der Institute für die deutsche Bundesregierung. Für kommendes Jahr geht die Fed weiterhin von drei Anhebungen aus.

Für Anleger und Volkswirtschaften weltweit haben die Entscheidungen der Fed Auswirkungen.

Trump fürchtet durch steigende Zinsen hingegen negative Folgen für die Wirtschaft - denn durch höhere Zinsen werden Kredite für Unternehmen und Verbraucher teurer.

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