Wintershall-Dea-Fusion: BASF schmiedet Öl- und Gaskonzern - mit einem Oligarchen

Wintershall DEA Das ist Deutschlands neuer Ölkonzern Quelle dpa

Dies gab der Wintershall-Mutterkonzern BASF am späten Donnerstagabend bekannt.

Das neue Joint Venture werde unter dem Namen Wintershall DEA firmieren. Der Chemiekonzern BASF hat sich mit dem DEA-Eigentümer - der Investorengruppe LetterOne - auf einen Zusammenschluss der Gas- und Ölgeschäfte geeinigt.

Früheren Angaben zufolge soll das neu entstehende Unternehmen Wintershall Dea heißen.

Wintershall fusioniert nach langen Verhandlungen mit dem Hamburger Ölunternehmen DEA. Darüber hinaus werden dem fünfköpfigen Vorstand von Wintershall DEA Thilo Wieland, Vorstandsmitglied von Wintershall, und Hugo Dijkgraaf, Managing Director Wintershall Norge, angehören. "Mit Wintershall Dea wird das führende unabhängige europäische Explorations- und Produktions-Unternehmen mit internationalen Aktivitäten in Kernregionen entstehen", sagte BASF-Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel.

Zusammen machten Wintershall und DEA im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,7 Milliarden Euro und einen Gewinn von 740 Millionen Euro.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll dann im ersten Halbjahr 2019 stehen, wie BASF mitteilte. Die Rohöl- und Erdgasproduktion belief sich im Jahr 2017 auf insgesamt 210 Millionen Barrel Öläquivalent (BOE). Durch den Zusammenschluss werden vom dritten Jahr nach dem Abschluss der Transaktion an Synergien von mindestens 200 Millionen EUR pro Jahr erwartet.

Die LetterOne-Gruppe des russischen Milliardärs Mikhail Fridman hatte Dea mit Hauptsitz in Hamburg 2014 zunächst für rund 5,1 Milliarden Euro vom Stromversorger RWE übernommen. "Mit mehr eigenoperierten Projekten, stabilen, langfristigen Partnerschaften und einem optimierten Portfolio wird Wintershall Dea als Gemeinschaftsunternehmen im internationalen Markt punkten", erklärte Mehren nach der Unterzeichnung des Deals in einer Pressemitteilung. Um den Wert des Gastransportgeschäfts der Wintershall abzubilden, wird BASF zusätzliche Vorzugsanteile erhalten.

Der Umsatz soll die 61,2 Milliarden Euro von 2017 hingegen weiterhin leicht übertreffen. Beim EBIT vor Sondereinflüssen erwartet das Unternehmen nunmehr einen leichten Rückgang gegenüber dem angepassten Wert für 2017 (2017 angepasst: 7,6 Milliarden EUR), beim EBIT einen deutlichen Rückgang gegenüber dem angepassten Vorjahreswert (2017 angepasst: 7,6 Milliarden EUR).

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