Bahn sperrt wichtige ICE-Strecken monatelang

Ein ICE 4 befährt die Bahnstrecke Gött...gen Strecken zeitweise betroffen sein

Grund ist nach Ankündigung der Bahn eine komplette Sanierung der Schienenstränge, die nach 27 Jahren Betrieb unvermeidlich sei. Während der Arbeiten von Juni bis Dezember 2019 sollen die ICE-Züge über eine alte Strecke verkehren. Reisende müssen sich auf längere Umwege einstellen.

Auch weitere ICE-Routen werden in der kommenden Zeit mit großem Aufwand und monatelangen Sperrungen saniert. Die Fahrzeiten zwischen den Städten verlängern sich nach Auskunft der Bahn um etwa 30 bis 45 Minuten. Abschluss ist 2023 mit dem Abschnitt Kassel - Fulda. Zu diesen Routen gehören etwa Hamburg-Frankfurt, Berlin-Frankfurt und Frankfurt-München.

Ab 2020 erneuert die Bahn die Strecke Mannheim-Stuttgart. 2022 ist dann Fulda-Würzburg an der Reihe und 2023 Kassel-Fulda. Indes warb die Bahn um Verständnis für die Serie von Großbaustellen.

Die Strecke ist laut Bahn seit ihrer Eröffnung im Jahr 1991 im Dauerbetrieb. Auf der 327 Kilometer langen Trasse zwischen Hannover und Würzburg fahren täglich 110 Fernzüge mit rund 42.000 Reisenden durch Niedersachsen, Hessen und Bayern, außerdem im Durchschnitt 26 Güterzüge. Die übliche regelmäßige Instandhaltung reiche nun nicht mehr aus. Der Leiter des Sanierungsprojekts Hannover-Würzburg, Hannes Tesch, betonte: "Wir müssen jetzt grundlegend ran, um die Qualität der Schnellfahrstrecke für künftige Generationen weiter gewährleisten zu können".

Im Juni 2019 starten die Bauarbeiten auf den Strecken Hannover-Würzburg, Mannheim-Stuttgart und Hannover-Göttingen. Es werden Gleise, Weichen, Schotter, Oberleitungsmasten und die Strom- und Sicherungstechnik erneuert. Für die Arbeiten zwischen Hannover und Göttingen seien Kosten von 175 Millionen Euro veranschlagt. Auf den Umleitungsstrecken können nach Angaben der Bahn weniger Züge eingesetzt werden als sonst üblich. Die Sanierung der gesamten Strecke von Hannover nach Würzburg soll rund 640 Millionen Euro kosten. Die Trasse Mannheim-Stuttgart wird für 185 Millionen Euro erneuert, wie das Unternehmen meldete. Da es sich um eine sogenannte Ersatzinvestition handele, übernehme der Bund als Eigentümer die Kosten fast vollständig.

Die Bahn will Inhaber von Zeitkarten und der Bahncard 100 finanziell entschädigen. In welchem Umfang das geschieht, steht noch nicht fest, so das Unternehmen.

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