LIVE: Türkischer Präsident Erdoğan eröffnet DITIB-Moschee in Köln

Grafik Sperrungen in Köln zum Erdogan-Besuch

Zwar könne man Erdogan nicht verbieten, in Köln eine Moschee von Ditib zu eröffnen.

Der Verband ist der türkischen Religionsbehörde in Ankara unterstellt und gilt weithin als verlängerter Arm Erdogans in Deutschland. Doch erneut griff er die deutsche Regierung an.

Deutschland verlange die Freilassung von "fünf bis zehn" Bundesbürgern, die in der Türkei inhaftiert seien, betonte Erdogan.

Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier habe er "wichtige Themen ehrlich besprochen" - mitunter wirtschaftliche Investitionen und wie man "effektiv gegen Rassismus und Islamophobie ankämpfen" könne, erklärte der türkische Präsident. In seinen Kommentaren auf der Heimreise im Präsidenten-Jet, die ans heimische Publikum gerichtet waren und am Montag von türkischen Zeitungen veröffentlicht wurden, klang dies ganz anders. Eure Gerichte sollen gültig sein und unsere nicht? Das kann nicht sein!

Am Vortag kam es zu einem Eklat beim Staatsbankett mit Bundespräsident Steinmeier im Schloss Bellevue. Zugleich kritisierte er, in der deutschen Gesellschaft gebe es Rassismus - das habe der Fall des ehemaligen Fußballnationalspielers Özil gezeigt. Beim Bankett hatte Erdogan in seiner Replik auf Steinmeier der Bundesrepublik vorgeworfen, "Terroristen" zu schützen und damit türkische Regierungsgegner gemeint, die in Deutschland leben.

Warum eröffnet Erdoğan eine Moschee in einem Kölner Stadtviertel? Die Türkisch-Islamische Union (Ditib), die Erdogan zu der Eröffnung empfangen hatte, habe kein ausreichendes Sicherheitskonzept vorgelegt.

Trotzdem schien die türkische Seite zunächst nicht unzufrieden mit dem Besuch.

Reker habe ihre Dialogbereitschaft immer wieder zum Ausdruck gebracht. Weder Bund noch Land oder die Stadt Köln werden vertreten sein. Bei den Kölner Politikern drängt sich der Eindruck auf, außer Erdogan und seinen Anhängern sei keiner willkommen.

Vor Erdogans Ankunft demonstrierten rund 1500 Menschen im Stadtteil Deutz am Rheinufer gegen den Besuch, wie ein AFP-Reporter berichtete.

An der Deutzer Werft haben sich am Mittag nach Schätzungen von Versammlungsleiter Reiner Schmidt rund 2000 Demonstranten eingefunden, weit weniger als die erwarteten 7000. Probleme gab es im Vorfeld mit der Bühne an der Deutzer Brücke, da sie laut Polizei an der falschen Stelle stehe. Statt der erwarteten 10.000 Teilnehmer kamen bis zum Mittag schätzungsweise rund 1.000 Menschen zusammen.

Dagegen strömten zahlreiche Erdogan-Anhänger zur Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld. "Es ist kein gutes Signal, wenn Ditib offenbar wenig Anstrengungen unternommen oder gar Bereitschaft gezeigt hat, die nordrhein-westfälische Landesregierung, die Oberbürgermeisterin von Köln oder selbst den Bezirksbürgermeister einzubeziehen", sagte Brinkhaus der "Passauer Neuen Presse". Die Veranstaltung an der Moschee war kurzfristig umgeplant worden: Wegen erheblicher Sicherheitsbedenken hatte die Stadt am Vorabend eine dort geplante Außenveranstaltung mit Tausenden Besuchern untersagt. Laschet wird ihn zuvor zu einem Gespräch treffen, aber nicht an der Eröffnung teilnehmen. Erdogan machte am Samstag demonstrativ deutlich, dass sie ihm als Instrument dient, um in die türkische Diaspora in Deutschland hineinzuwirken. Diese traditionell sehr intensiven Beziehungen seien "überschattet von inneren Entwicklungen in der Türkei". "Es war ein erfolgreicher Besuch", sagte Erdogan.

Related:

Comments

Latest news

Bayern-Fernsehduell zwischen Söder und Grünen-Spitzenkandidat Hartmann
Das haben viele Zuschauer vermutlich anders im Gedächtnis. ► Schulen: Söder will die Anzahl und die Bezahlung der Lehrer erhöhen. Dann kann Hartmann mit seiner Expertise punkten - und mit einer Flut von Zahlen, die er alle aus dem Kopf referieren kann.

WDR: Bekannter Moderator ist tot
Der WDR-Journalist und Fernsehmoderator Bernd Müller ist vergangenen Freitag verstorben - er wurde 78 Jahre alt. Neben " Wunderschönes NRW " begeisterte Bernd Müller das Publikum auch als Moderator des Talks "Mittwochs Live".

Auto: Knorr-Börsengang könnte bis zu 4,2 Milliarden Euro bringen
Bei den zu platzierenden Aktien soll es sich um "einen bedeutenden Minderheitsanteil" handeln. Gegen diesen Trend können die Anteile von Thyssenkrupp weiter zulegen um aktuell 1,7 Prozent.

Multiplayer kosten
Die Spieler fürchten jedoch, dass dann ein Spiel immer mehr Pay-to-Win Elemente besitzt und damit nicht mehr interessant ist. Die ersten Bugs werden bereits erwartet und man hofft viele zu finden damit sie bis 2018 ausgemerzt werden können.

Benefits of online casino
Moreover, in some cities casinos are completely banned, and in this case, the cost of the road will be even higher. Also there you can find games such as keno or lotto - which are not very common in traditional institutions.

Other news