Porträt: Jeff Flake - Ein Parteirebell, der sich beugte

Brett Kavanaugh

Während einer Studentenparty an der Elite-Universität Yale in den 80er Jahren habe er ihr sein Geschlechtsteil ins Gesicht gedrückt. Bei seiner Anhörung brach Kavanaugh mehrmals in Tränen aus.

Senator Bernie Sanders hat am Samstag dem Vorsitzenden des Justizausschusses des US-Senats, Chuck Grassley, einen Brief zukommen lassen.

Der Übergriff soll etwa 30 Jahre zurückliegen: Bei einer Hausparty in Maryland soll der damalige Teenager gemeinsam mit einem Freund über Ford hergefallen sein.

Die Vorwürfe wiegen schwer, denn: Die Frauen, die den konservativen Richterkandidaten belasten, berichteten übereinstimmend von Angriffen unter Alkoholeinfluss.

Mindestens drei Frauen haben Missbrauchsvorwürfe bis hin zur versuchten Vergewaltigung gegen Kavanaugh erhoben, die dieser zurückweist.

Trump hatte Kavanaugh im Juli als Richter für den Supreme Court vorgeschlagen.

Außerdem sei Kavanaugh an Versuchen beteiligt gewesen, Frauen mit gepanschten Drinks abzufüllen, um sie willenlos zu machen, behauptete Swetnick. Brett Kavanaugh habe Gemeinheit und Wut der Demokraten erleiden müssen. Offen bleibt, warum sie bei ihrem Lügendetektortest im August das Wort "früh" in der Zeitangabe frühe 1980er Jahre strich, wenn sie sich später angeblich genau erinnern konnte, dass der Vorfall 1982 geschah, und warum keiner der von ihr genannten Zeugen ihre Erinnerungen an die Party bestätigen konnte, auf der der Vorfall passiert sein soll. Kurz vor der Anhörung im Senat zu den Vorwürfen sexueller Übergriffe durch den 53-Jährigen sagte Trump, er könne seine Meinung über den Kandidaten für das Oberste Gericht noch ändern, sollte der erzkonservative Richter "schuldig" sein. Aber die meiste Zeit sei er mit Lernen, Sport und Kirche beschäftigt gewesen. Die Vorwürfe von Ford und anderen seien nichts als Verleumdung, um seine Ernennung zu verhindern.

Unterdessen wurden erste Ermittlungsschritte des FBI bekannt, nachdem Trump die Bundespolizei am Freitag zu einer Prüfung der Vorwürfe gegen Kavanaugh angeordnet hatte.

Auch hat das Weiße Haus die Befugnisse der Ermittler extrem eingegrenzt. Trump stärkte ihm daraufhin erneut den Rücken. Den oppositionellen Demokraten warf Trump ein furchtbares Verhalten vor. Der Senator aus Arizona ist ein lautstarker Kritiker von Donald Trump, einer von wenigen unter den Republikanern. Über die Ernennung Kavanaughs muss nun im Senatsplenum abgestimmt werden, wo die Republikaner über eine knappe Mehrheit von 51 zu 49 Stimmen verfügen.

Im November stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und rund ein Drittel der 100 Senatoren zur Wahl.

Mit einer spontan einberufenen Pressekonferenz mischte sich Donald Trump am Mittwochabend (Ortszeit) einmal mehr in die Debatte um Kavanaugh ein: Am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York sprach der US-Präsident von einem politischen Störfeuer der Demokraten, die mit nahezu allen Mitteln die Berufung Kavanaughs verhindern wollten.

Der Justizausschuss hatte Kavanaughs Nominierung für einen frei gewordenen Posten am Obersten Gericht am Freitag zugestimmt.

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