Kriminalität: Volkswagen trennt sich von inhaftiertem Audi-Chef Stadler

VW Volkswagen trennt sich von Audi Chef Stadler Quelle dpa

Der Auto-Konzern VW trennt sich von Audi-Chef Rupert Stadler. Grund sei die "andauernde Untersuchungshaft" von Stadler, der sich künftig auf seine Verteidigung konzentrieren wolle.

UPDATE 16.30 Uhr: Drei Monate nach der Verhaftung von Audi-Chef Rupert Stadler hat der VW-Konzern die Hängepartie beendet und sich von dem Manager getrennt. Derzeit versucht er per Haftbeschwerde, gegen seine Inhaftierung vorzugehen.

Aus informierten Kreisen heißt es nach Agenturberichten, der Ex-Audi-Chef bekomme vorerst deutlich weniger als eine Million Euro, weiter Zahlungen sind an den Ausgang des Strafverfahrens geknüpft.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete unter Berufung auf Konzernkreise, bei der Vertragsauflösung mit Stadler gebe es keinen "Goldenen Handschlag". Deshalb steht eine hohe Abfindung im Raum. Aber die Großaktionärs-Familie Porsche-Piëch hielt ihre Hand über Stadler. Einigen müssen sich die Kontrolleure auch über eine Abfindung für Stadler: Dessen Vertrag als Mitglied des Volkswagen-Konzernvorstandes läuft zwar Ende 2019 aus, sein Kontrakt als Audi-Chef hat aber noch eine Laufzeit bis 2022. Stadler hat stets seine Unschuld im Zusammenhang mit den Manipulationen beteuert.

Nach der Verhaftung entbanden ihn die Aufsichtsräte von VW und Audi von seinen Aufgaben als VW-Vorstand und Audi-Chef. Seit 2010 saß er zudem im Vorstand des Mutterkonzerns VW.

Der 55-jährige Stadler war festgenommen worden, weil die Münchener Staatsanwaltschaft ihm vorwirft, den Verkauf manipulierter Diesel-Wagen nach Aufdeckung des Abgas-Skandals geduldet zu haben. Seitdem leitet Audi-Vertriebsvorstand Bram Schot die VW-Tochter als kommissarischer Vorstandschef. In dieser Zeit habe der Autobauer Absatz und Umsatz "nahezu verdoppeln" können. Er dankte Stadler am Dienstag für "elf Jahre an der Spitze von Audi". Wer dauerhaft auf Stadler nachfolgen soll, blieb zunächst offen.

Audi-Betriebsratschef Peter Mosch sagte: "Für die Belegschaft bedeutet die heutige Entscheidung endlich mehr Klarheit".

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