Naughty by Nature: Musk provoziert auf Twitter auch nach Einigung mit Börsenaufsicht

Aktienkurs erholt sich: Lichtblick für Elon Musk und Tesla

Die SEC kam zu dem Schluss, dass Musk zwar mit potenziellen Geldgebern über einen Börsenrückzug von Tesla gesprochen habe - aber nur sehr vage. Die Aktionäre aktmen auf: Nach dem kapitalen Absturz der Tesla-Aktie legt das Papier wieder kräftig zu. Eine Einigung mit der US-Börsenaufsicht hat gerade noch die Wende gebracht.

Ein Tweet von Milliardär Elon Musk hat weitreichende Konsequenzen für ihn und den von ihm geleiteten Elektroautobauer Tesla: Eine Klage der US-Börsenaufsicht SEC zwingt den CEO, eine seiner beiden Spitzenpositionen bei Tesla aufzugeben. Die Tesla-Papiere (ISIN US88160R1014) schnellten am Montag im vorbörslichen US-Handel um fast 17 Prozent auf 309,75 US-Dollar (266,94 Euro) in die Höhe, nach Börseeröffnung in den USA notierten die Papiere (Stand: MEZ 17:45 Uhr) bei 306,02 mit 15,58 Prozent plus, nachdem sie am Freitag fast 14 Prozent auf 264,77 US-Dollar verloren hatten.

Unternehmensgründer Musk war am Wochenende dank eines außergerichtlichen Vergleichs seiner drohenden Abberufung als Chef in dem Streit über irreführende Twitter-Nachrichten entgangen. So wie es aussieht, kommen Musk und Telsa mit einem blauen Auge davon. Zuvor wurde noch damit gerechnet, dass Musk zum Rücktritt gezwungen wird. Dies trieb die Aktien von Tesla zeitweise massiv nach oben.

Die SEC hatte die Klage eingereicht, nachdem Musk nicht auf den Vorschlag eines Deals eingegangen war, der für ihn vorteilhafter gewesen wäre: Demnach hätte er nur zehn Millionen Dollar zahlen und für zwei statt nun drei Jahre auf den Chefposten des Verwaltungsrats verzichten müssen.

Angaben der SEC zufolge habe es mit Elon Musk eine Einigung gegeben, dass dieser künftig nicht mehr als Aufsichtsratschef bei Tesla tätig sein wird.

Ob die Anleger nun erleichtert sind, dass Musk als Verwaltungsratschef gehen muss oder darüber, dass er als Vorstandschef bleibt, ist offen. Die Behörde hatte ihm in einer Klage vorgeworfen, Anleger in die Irre geführt zu haben, und wollte erreichen, dass er auf Lebenszeit aus Chefetagen börsennotierter US-Unternehmen verbannt wird. Mit der Einigung ist diese Drohung nun vom Tisch. Musk darf künftig nicht mehr behaupten, er habe nichts falsch gemacht. Via Kurzmitteilungsdiesnt Twitter hat Musk den Rückakuf der Aktie zu einem Kurs von 420 Dollar pro Stück angekündigt.

Ein weiterer Teil der Vereinbarung zwischen der SEC und Musk beinhaltet eine finanzielle Entschädigung für Tesla-Anleger. "Das sollte das Vertrauen des Kapitalmarktes in den E-Autobauer erhöhen", lautet die Einschätzung der renommierten Branchen-Analysefirma "Independent Research".

In dem Vergleich, der noch von einem Gericht bestätigt werden muss, räumten weder Musk noch Tesla Fehlverhalten ein.

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