Kunst: Kassel lässt documenta-Kunstwerk abbauen

Stadt Kassel baut Obelisken auf dem Königsplatz

Eine Mehrheit aus SPD, CDU und AfD im Kasseler Stadtrat hatte im Juni dagegen gestimmt, den Obelisken auf dem repräsentativen Königsplatz stehen zu lassen, wie es Olu Oguibe kategorisch gefordert hatte.

Um das 16 Meter hohe Kunstwerk der internationalen Kunstausstellung documenta 14 vom vergangenen Jahr hatte es zuletzt Streit gegeben. Die Kosten des Abbaus seien noch durch das Budget der documenta gedeckt und das Kunstwerk werde nun bis zur Rückgabe an Oguibe eingelagert, so die Stadt Kassel in einer Aussendung. Die Stadt beharrte aber auf anderen Standorten.

Vorangegangen waren monatelange Verhandlungen über den Standort. Im August war Oguibe erneut selbst nach Kassel gereist, mehr als 100 Menschen hatten zu diesem Anlass für den Erhalt der Steinsäule demonstriert, die mit Hilfe des Bibelzitats in vier Sprachen das Thema Flucht aufgreift. "Aber wenn der Obelisk nicht in Kassel bleiben sollte, ist es ein Verlust für Kassel, nicht für mich", sagte Oguibe demnach. Dann wurde die Trepenstraße unweit des Königsplatzes als alternativer Ort genannt, weil die Stadt plane, dort noch weitere Kunstwerke im öffentlichen Raum zu platzieren. Der Verein, den Documenta-Gründer Arnold Bode ins Leben rief, hat die Aufgabe, die Ausstellungsidee weiterzuentwickeln. Arbeiter rückten mit großen Kränen an und transportierten den Obelisken in mehreren Einzelteilen ab. Eine Spendenaktion zum Ankauf des Kunstwerks hatte 126 000 Euro gebracht. "Die Stadt sei - unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung - weiterhin offen für Gespräche mit Olu Oguibe zur Zukunft des Obelisken, so der Stadtsprecher", so die Stadt weiter in der Aussendung.

Dass der Abbau für das Verhältnis zwischen Künstler und Stadt schwerwiegende Folgen hat, glaubt der Vorsitzende des sogenannten Documenta-Forums in Kassel, Jörg Sperling. Nun werde die Rückzahlung des Geldes veranlasst, erklärte die Stadt.

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