Betrugsverdacht: Audi soll für Zulassungen massiv manipuliert haben

Auto-Zulassungen in Südkorea:Hat Audi Fahrgestellnummern manipuliert?

Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt nun wegen Betrugsverdacht.

Wolfsburg/Ingolstadt. Die VW-Tochter Audi soll in Südkorea Fahrgestellnummern und Testprotokolle von Testautos gefälscht haben, damit die Modelle dort zugelassen werden konnten. Durch die falschen Angaben hätte sich Audi laut Süddeutscher Zeitung die Zulassung der Autotypen erschlichen, die den Abgastest nicht bestanden hätten. Audi erklärte, konzerneigene Prüfer seien den Verfehlungen in dem ostasiatischen Land auf die Spur gekommen und hätten dazu einen internen Revisionsbericht angefertigt. Audi habe spezielle Vorschriften nicht einhalten können, heißt es in einem Prüfbericht der eigenen Revisionsabteilung.

Die Dokumente, die zu diesem Verfahren führten, waren den Strafverfolgern bei einer Razzia wegen der Abgasaffäre im März 2017 in der Ingolstädter Audi-Zentrale in die Hände gefallen. Nach Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen hatte der Vorstand der VW-Tochter stets den Anschein erweckt, man werde mit solchen Verstößen aufräumen. Der interne Revisionsbericht sei zu diesem Zeitpunkt schon acht Monate alt gewesen. Auf dem Verteiler des Berichts stand an erster Stelle Vorstandschef Stadler, gefolgt von weiteren Managern.

Im Visier der Ermittler sind nun drei Audi-Beschäftigte, darunter keine heutigen oder früheren Vorstandsmitglieder. Laut Audi seien die Missstände vom Unternehmen selbst aufgedeckt worden.

Die Ergebnisse der Prüfberichte besagten, Mitarbeiter der Audi-Werke in Ingolstadt und Neckarsulm hätten seit 2013 Messergebnissse des Schadstoffausstoßes und Kraftstoffverbrauchs gezielt manipuliert. Das Land, das einer der größten Märkte für Dieselfahrzeuge in Asien ist, hat bereits scharf durchgegriffen. "Audi hat die Staatsanwaltschaft nicht informiert", teilte die Behörde auf Anfrage mit. Zunächst hätten Mitarbeiter des Unternehmens Emissionswerte gefälscht. Das betraf demnach Messergebnisse des Schadstoffausstoßes und des Kraftstoffverbrauchs. Auch Testdaten und Kilometerzahlen der betreffenden Autos seien manipuliert worden.

Um zu verhindern, dass dies nachvollziehbar sei, seien Fahrgestellnummern gefälscht worden. "Um die Nachprüfung zu erschweren, seien Testfahrzeugen falsche Fahrgestellnummern zugeordnet worden". Die manipulierten Unterlagen seien zur Vorlage an die südkoreanischen Behörden verschickt worden.

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