Präsidentschaftswahl in Brasilien - Rechtspopulist Bolsonaro gewinnt erste Runde deutlich

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               Wahlen in Brasilien

Im ersten Wahlgang erreichte Bolsonaro etwa 47 % der Stimmen, der Rechtsextreme hatte auf eine absolute Mehrheit in der ersten Runde gesetzt.

Ex-Militär Jair Bolsonaro hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien klar für sich entschieden. Fernando Haddad von der Arbeiterpartei PT kam Hochrechnungen zufolge auf etwa 28 %.

Brasilien wagt offenbar den Schritt nach rechts. Anfang September wurde er bei einer Messerattacke während eines Wahlkampfauftritts verletzt. Die Stichwahl in drei Wochen dürfte aber deutlich enger werden.

Rund 147 Millionen Wahlberechtigten waren aufgerufen, einen Nachfolger für den konservativen Staatschef Michel Temer zu wählen. Haddad tritt anstelle des früheren Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva (72) an, der nach einer Verurteilung wegen der Annahme von Schmiergeldern in Haft ist und nicht antreten darf. Lula hatte lange Zeit dafür gekämpft, doch noch kandidieren zu können.

Zwar landete Bolsonaro in der ersten Wahlrunde weit vor Haddad. Für viele Wähler ist der Rechtspopulist Bolsonaro ein schwarzes Tuch.

In Brasilien zeichnet sich eine Stichwahl zwischen dem ultrarechten Kandidaten Jair Bolsonaro und dem linken Fernando Haddad ab. Umfragen hatten zuletzt für die Stichwahl einen sehr knappen Ausgang vorhergesagt. "Wir wollen die Demokraten dieses Landes vereinen".

Vor allem die Benachteiligten in Brasilien trauern bis heute Lula nach, der umfassende Sozialprogramme für die Armen aufgelegt hatte. Rousseff wurde 2016 wegen mutmaßlicher finanzieller Vergehen des Amtes enthoben. Viele Brasilianer machen die Arbeiterpartei für die wirtschaftliche Misere und die weitverbreitete Korruption verantwortlich.

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